Wie werden Depressionen definiert?

Die Klassifikation der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung aus dem Jahr 2013 beschreibt es so: Es liegt eine depressive Störung vor, wenn mindestens fünf der folgenden neun Symptome mindestens zwei Wochen lang anhalten, worunter wenigstens eines der ersten beiden Symptome sein muss:

Kriterien für Depressionen, verkürzt und übersetzt nach DSM-5:

  1. depressive Verstimmung, bei Kindern oder Jugendlichen möglicherweise eine reizbare Stimmung;
  2. auffälliger Verlust des Interesses oder der Freude an Aktivitäten;
  3. signifikanter Gewichtsverlust ohne Diät oder eine Gewichtszunahme;
  4. Schlaflosigkeit oder zu viel Schlaf;
  5. übertriebener Bewegungsdrang oder Trägheit;
  6. Müdigkeit oder Verlust von Energie;
  7. Gefühl der Wertlosigkeit oder übertriebene Schuldgefühle;
  8. Konzentrationsschwierigkeiten oder Entscheidungslosigkeit; und
  9. wiederholte Gedanken an den Tod oder ein Selbstmordversuch.

Komplexe und ungenaue sowie uneinheitliche Beschreibung

Es fällt auf, dass es sich bei Depressionen um eine komplexe und ungenaue sowie uneinheitliche Beschreibung handelt. Mithilfe dieser Kriterien lassen sich über 200 verschiedene Formen unterscheiden!

Zwei Menschen mit der Diagnose Depression haben im äußersten Fall bloß ein einziges Kriterium gemeinsam, etwa 1, 3, 4, 5 und 6 gegenüber 2, 6, 7, 8 und 9 von der Liste. 

Die einzelnen Symptome hat sicherlich schon jeder einmal erlebt. Besonders treten sie in einem Trauerfall auf.

Woher kommt der Begriff Depression? 

Er leitet sich vom lateinischen „depressio“ ab, was „Niederdrückung“ bedeutet.

Was sind Ursachen für Depressionen?

Wie das Wort schon sagt, wird etwas niedergedrückt. Sichtbare Symptome sind oben beschrieben. Die Symptome sind jedoch nicht die Ursache. 

Depressionen treten meistens nach Schicksalsschlägen wie der Tod eines geliebten Menschen, einer Scheidung, Krieg oder nach dem Verlust des Arbeitsplatzes auf. 

Oder von den Vorfahren werden nicht verarbeitete Schicksalsschläge wie Krieg (Das Leiden der Kriegsenkel und Kriegsurenkel) an die Nachfahren weitergegeben. Dazu weiter unten mehr.

Systemgesetzverletzungen als Ursache für Wut

In allen Fällen handelt es sich um eine Systemgesetzverletzung wie Ausschluss und Ungerechtigkeit. 

Denk- und Basisgefühle als Folge von Verletzungen der Systemgesetze

Basisgefühle: Die Folge einer Verletzung der Systemgesetze wie Ausschluss, fehlende Anerkennung, Ungerechtigkeit usw. erzeugt sofort ein schlechtes Gefühl wie Bauchgrummeln, Verspannung, Herzklopfen und gleich danach entsteht Ärger und Wut, bevor darüber nachgedacht werden kann. Deshalb nenne ich diese sofort auftauchende Gefühle Basisgefühle, die unabhängig vom Denken entstehen und durch ein verändertes Denken nicht aufgelöst werden können.

Denkgefühle: Als nächstes fängt das Denken an. Je nach Situation und Verfassung wird die Systemgesetzverletzung bewertet, dem Verursacher oder sich selbst wird die Schuld gegeben, es wird schöngeredet oder die Wut wird durch die Gedanken verstärkt. Dadurch entstehen Gefühle, die ich in Abgrenzung zu den Basisgefühlen Denkgefühle nenne, denn sie werden durch das Denken erzeugt und können durch ein verändertes Denken verändert und aufgelöst werden. 

Starke Systemgesetzverletzungen erzeugen starke Basisgefühle wie Leid, Angst, Trauer und auch Aggressionen, Ärger und Wut.

Gleichzeitig wird viel darüber nachgedacht und gegrübelt. Das negative Kopfkino „Brille“ beginnt oder verstärkt sich. Dieses Grübeln erzeugt negative Gefühle, die wiederum weitere negative Gedanken produzieren. Es ist ein Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen ist, denn er wird laufend durch die nicht aufgelösten Basisgefühle wie Angst und Wut gespeist.

Wird dieses Leid, dieser Ärger und Wut nicht aufgelöst, so müssen diese Basisgefühle unterdrückt werden. Gleichzeitig führt eine ungelöste Systemgesetzverletzung zu Rückverletzungen. Auch hier gibt es eine Eskalation.

Unterdrückte Wut als Ursache für Depressionen / Niederdrückung

Es gibt verschiedene Wege, damit die Wut nicht zum Vorschein kommt:

  • Wut körperlich unterdrücken wie Verspannungen, krank werden
  • Wut psychisch unterdrücken bzw. in Angst, Trauer oder Schuldgefühle umwandeln
  • Wut in Aktionismus verwandeln (Jeden Tag einen Marathon rennen müssen) oder manische Phasen
  • Wut durch positives Denken zu unterdrücken 

Für das Unterdrücken oder „Deckeln“ der Wut wird Energie gebraucht. Darf der Mensch nicht Ärger und Wut zulassen, weil es „verboten“ ist oder weil eine falsche Person diese negative Energie abbekommen würde, wird der Körper sich verspannen, wird der Mensch krank werden oder es kommt zur Trägheit, Müdigkeit, viel Schlaf, Gewichtszunahme oder Verlust von Energie oder zur depressiven Verstimmung. 

Sie denken negativ, auffälliger Verlust des Interesses oder der Freude an Aktivitäten entsteht, Angst, Trauer oder übertriebene Schuldgefühle melden sich oder es führt zu Schlaflosigkeit oder wiederholte Gedanken an den Tod tauchen auf. 

Bei dem anderen führt es zum übertriebenen Bewegungsdrang, sportliche Höchstleistungen, Extremsportler – signifikanter Gewichtsverlust ohne Diät als Folge, reizbare Stimmung, Schlaflosigkeit, manische Phasen, um damit seine Wut zu kanalisieren. 

Wiederum andere probieren durch positives Denken, die Basisgefühle zu unterdrücken. Sie flüchten in spirituelle oder sachliche Denkwelten, um keine Wut, Ängste oder Trauer mehr zu spüren, die aber tief in dem Menschen schlummern.

Die Liste von oben enthält an verschiedenen Stellen das Wort „oder“.  Beispielsweise „übertriebener Bewegungsdrang oder Trägheit“. Einerseits beschreibt der übertriebene Bewegungsdrang die Umwandlung der Wut in Aktionismus und andererseits die Trägheit die unterdrückte Wut. Bei einigen Menschen wechseln auch diese Phasen von Aktionismus und Unterdrückung – manisch / depressiv.

Wenn nun unterdrückte Wut die Ursache für Depressionen sind, so gilt es, die Ursachen der Wut zu finden und die dahinter liegenden Systemgesetzverletzungen aufzulösen. Werden die Verletzungen aufgelöst, so löst sich die Wut auf und es muss keine Wut mehr niedergedrückt werden. Die Depression löst sich auf.

Hier unterscheiden wir, ob die Verletzungen real im Leben des Menschen mit Depressionen entstanden sind oder ob es Lasten von den Vorfahren sind, die die Nachfahren übernommen haben. 

Wir betrachten zunächst den Fall, dass die Verletzungen real im Leben entstanden sind.

Um Systemgesetzverletzungen auflösen zu können, werden fünf Voraussetzungen dafür gebraucht. Erfahrungsgemäß wird ohne Übung oder Ausbildung dafür eine dritte Person (System Empowerer Coach Mediator) gebraucht. Sie können es trotzdem gerne ausprobieren.

Der PowerCode - die fünf Voraussetzungen zum Auflösen von Systemgesetzverletzungen und dadurch von Wut

Wo es noch gut genug war: Es gilt den Zeitpunkt zu finden, wo es noch keine Systemgesetzverletzung gab, wo noch alles gut genug war. Also immer vor den Zeitpunkt gehen, wo noch kein Leid und keine Wut entstanden ist.

Verursacher finden: Und es sind die Verursacher der Systemgesetzverletzungen zu finden. In der Partnerschaft ist oft der eine Partner einer der Verursacher. Der andere Partner als verletzte Person wird aus der Verletzung heraus den Partner zurück verletzen. Dadurch wird er zum Verursacher. Es pendelt sich negativ ein. 

Im Business gibt es normalerweise viele Mitverursacher wie der Mitarbeiter, der Abteilungsleiter, der Geschäftsführer, die Struktur im Unternehmen …

Genügend ausgeglichene Power vorhanden: Um als Verursacher die Verletzung also die schlechten Basisgefühle bei der verletzten Person erkennen zu können und gleichzeitig Verantwortung für sein verletzendes Verhalten zu übernehmen, wird genügend Power gebraucht. Die verletzte Person braucht genügend Power, um seine verletzten Basisgefühle zeigen zu können und dem Verursacher sagen zu können, was er gemacht hat.

Sprachlich richtig die Verletzung auflösen: Da die verursachende Person normalerweise nicht weiß, dass ihr Verhalten eine erste Verletzung erzeugt hat und die verletzte Person es nicht rückgemeldet hat, bleibt nur der Weg, dass die verletzte Person dem Verursacher wertschätzend das Verhalten beschreibt. Wertschätzend ist wichtig, da nur dann keine Abwehrreaktion entsteht. Und wertschätzend ist dadurch möglich, wenn aus dem Zeitpunkt, wo noch alles gut genug war (vor der ersten Verletzung) heraus das Feedback gegeben wird. Also das konkrete Verhalten beschreiben und dann das Basisgefühl wie Bauchgrummeln, Herzklopfen usw. Kann die verursachende Person dieses Leid sehen und ausdrücken, dass es nicht seine Absicht war und dass es ihr Leid tut, dass diese schlechten Gefühle entstanden sind, dann löst sich dieses Basisgefühl für die erste Verletzung auf. 

Jetzt gilt es noch, dass die Wut sich auch auflösen kann. Wut muss genommen werden und kann nicht irgendwo hingegeben werden. Deshalb lassen wir den Verursacher die Verantwortung für sein Verhalten übernehmen. „Ich übernehme meinen Anteil der Verantwortung, d.h. ich nehme Wut von dir, wofür ich verantwortlich bin.“ 

Wenn dieses bei der verletzten Person ankommt, dann löst sich körperlich etwas, es wird etwas entspannter oder gelöster. Die verursachende Person fühlt sich ebenfalls besser, wenn sie Wut nehmen kann und dadurch eine Verletzung auflösen kann.

Das Neue – neue „Brille“: Das bei der ersten Systemgesetzverletzung entstandene Kopfkino oder „Brille“ muss auch noch aufgelöst werden. Dazu fragen wir die verursachende Person, wie sie sich verhalten hätte, damit es nicht zur Verletzung kommt. Kann sie hier etwas neues oder ein verändertes Verhalten beschreiben, so entsteht dadurch eine neue Sichtweise „Brille“.

Nun ist die erste Verletzung aufgelöst. Da aus der ersten Verletzung typischerweise eine Rückverletzung entstanden ist und daraus eine weitere usw. lassen sich diese nun auch auflösen. Wenn die erste Verletzung nicht entstanden wäre oder gefühlt (Basis- und Denkgefühle sind nun neu) das Neue vorhanden ist, dann kommt normalerweise die Aussage von beiden, die Rückverletzung hätte es nicht gegeben. Es wäre weiterhin so gut gewesen wie vor der ersten Verletzung. Dadurch erhalten wir wieder die wertschätzende Haltung und nun erkennt der Rückverletzer die Basisgefühle Leid, Bauchgrummeln… an und übernimmt anteilig Verantwortung und dadurch Wut von der verletzten Person.

Jede aufgelöste Systemgesetzverletzung verringert die Wut im Menschen und dadurch muss weniger unterdrückt werden, weshalb die Depression weniger wird. 

Wut von den Vorfahren übernommen als Ursache von Depressionen

Jetzt kommen wir zu der Ursache, dass von den Vorfahren nicht verarbeitete Schicksalsschläge wie Krieg (Das Leiden der Kriegsenkel und Kriegsurenkel) an die Nachfahren weitergegeben werden. Wie wir aus eigenen Erfahrungen und aus unserer Arbeit her kennen, können Menschen Lasten von den Vorfahren unbewusst übernehmen. Wie das funktioniert, wissen wir nicht. Ist für das Auflösen aber auch nicht wichtig.

Lasten sind verletzte Basisgefühle wie Leid, Trauer, Angst und Wut. Hat eine Person viel Wut unbewusst von den Vorfahren übernommen, so muss sie ebenfalls unterdrückt werden. Die übernommene Wut wirkt wie eine real erlebte Wut.

Genea-Methode nutzen

Mit Hilfe der Genea-Methode werden in einer inneren Aufstellung die Systemgesetzverletzungen bei den Vorfahren aufgelöst. Wir wenden ebenfalls den PowerCode mit den fünf Voraussetzungen an und genauso wie real erlebte Systemgesetzverletzungen können dadurch Verletzungen bei den Vorfahren aufgelöst werden. Verringert sich dadurch bei den Ahnen das Leid, Angst, Trauer und vor allem die Wut, dann verringert sich die Last, die übernommen werden kann. Wird die Last Wut weniger, so wird die Depression weniger.

Die Auflösung von Verletzungen bei den Vorfahren ist noch komplexer und sollte durch einen System Empowerer Coach Mediator angeleitet werden. In meinem Buch „Persönlichkeitsentwicklung mit System“ wird die Methode ausführlich beschrieben.

Zum Schluss noch eine weitere Ursache für Depressionen.

Nachfolgedynamik in den Tod als Ursache für Depressionen

Es gibt eine unbewusste Loyalität, wenn ein älteres Geschwisterkind oder ein Elternteil verstorben ist, dass dann oft das jüngste Kind meint, wäre es doch gestorben, dann wäre das Ältere oder das Elternteil noch am Leben. Dieses Signal nennen wir Nachfolgedynamik in den Tod, denn es zeigt sich häufig in Depressionen, Todessehnsucht, wiederholte Gedanken an den Tod oder ein Selbstmordversuch. 

Andere damit zusammenhängende Symptome sind Krankheiten, Ängste, Unfälle, Fehlgeburten, Süchte, Beziehungsunfähigkeit, Angst vor der Geburt usw.

Auch wird diese Nachfolgedynamik über Generationen weitergegeben. 

Diese Nachfolgedynamik in den Tod lösen wir ebenfalls mit Hilfe der Genea-Methode auf, so dass sie vollkommen verschwindet und dadurch an Stelle von der Depression ein normales freudiges Leben entsteht.

Empowering und positiv Denken und Wünschen

Sind nun die Ursachen, nämlich die Verletzungen der Systemgesetze und die gedeckelte Wut aufgelöst, so wird noch das Empowering des eigenen Lebens gebraucht.

Die gelösten Verletzungen und die dabei im Alten entstandenen Überzeugungen und Prägungen müssen ebenfalls erneuert werden. Genauso die Gedanken und Wünsche sind nun ins Positive auszurichten.

Erfolgreich Wünschen heißt, dass die Wünsche richtig formuliert werden, denn wenn Sie falsch wünschen, gehen die falschen Wünsche in Erfüllung.

Denn: Passen Sie auf, was Sie sich wünschen, es könnte in Erfüllung gehen!

The Secret befasst sich damit, wie unsere Gedanken unser Leben bestimmt und wie wir sie positiv nutzen können. Dieses Buch ist sehr hilfreich, wenn die Verletzungen der Systemgesetze weitestgehend aufgelöst und genügend Power vorhanden ist.

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