Impulse für Führung – Was eine Führungskraft  erfolgreich macht

Führungskraft bedeutet für uns:

  • Mitarbeiter zu führen – Mitarbeiterführung
  • sich selbst zu führen – Selbstführung
  • Kraft/Power für Führung

Wir gehen zunächst auf die Selbstführung und Führung von Mitarbeitern ein und weiter unten auf das Thema Kraft/Power für Führung.

Führung hat als Grundlage Selbstführung

Was macht nun eine Führungskraft erfolgreich? 

Aus unserer Sicht sind sieben Ebenen der Führung relevant. Diese Ebenen bauen aufeinander auf und jeweils die tieferen beeinflussen die höheren Ebenen.

Die sieben Ebenen der Führung

Umgebungsebene

Die Umgebungsebene beinhaltet alles, was im Äußeren für eine erfolgreiche Selbstführung oder Führung von Mitarbeitern gebraucht wird.

Positive Beispiele:

  • Alle wichtigen Informationen stehen zur Verfügung.
  • Die Ausstattung mit Geräten, Räumen und Mitarbeitern entspricht dem Gewünschten.

Negative Beispiele:

  • Die finanziellen Mittel reichen nicht aus.
  • Die 25 Mitarbeiter, die geführt werden wollen, sind auf drei Standorte weltweit verteilt  – zu viele Mitarbeiter für eine Führungskraft (sieben wären optimal) und zu weit auseinander.

Es gilt, hier als Führungskraft für sich zu sorgen, um die Ressourcen zu bekommen, die gebraucht werden.

Verhaltensebene

Das Verhalten hängt von den Fähigkeiten, Überzeugungen und Werten ab.

Positive Beispiele:

  • Gute Beziehung zu den Mitarbeitern
  • Feedbackkultur und Anerkennung wird gelebt 

Negative Beispiele:

  • Arbeitet zu detailorientiert und nicht strategisch genug
  • Konflikte werden ausgesessen

Fähigkeitsebene

Die Fähigkeiten sind die Grundlage für das Verhalten und hängen selbst von vielen Prägungen und dem Erlebten ab.

Positive Beispiele:

  • Ziele setzen und delegieren
  • Sich selbst führen zu können

Negative Beispiele:

  • Achtet nicht genügend auf sich und andere
  • Kann das Große und Ganze nicht ausreichend sehen

Überzeugungsebene

Positive oder negative Überzeugungen und Glaubenssätze bestimmen die Fähigkeiten und das Verhalten. Gibt es beispielsweise beim Führen Schwierigkeiten, so ist es sinnvoll, zuerst auf der Umgebungs-, Verhaltens- und Fähigkeitenebene die Sachen zu lernen, die für eine erfolgreiche Führung nötig sind. Reicht dieses nicht aus, so gilt es, die tieferen Ebenen zu betrachten.

Positive Beispiele:

  • Führen macht Spaß und ist eine wertvolle Aufgabe
  • Zugehörigkeit und Wertschätzung sind wichtig

Negative Beispiele:

  • Ich muss perfekt sein – Folge: Delegieren fast nicht möglich.
  • Lob macht Mitarbeiter faul

Werden negative Überzeugungen aufgedeckt, so werden diese im Coaching für Führungskräfte in positve umgewandelt.

Identitätsebene

Die Identitätsebene enthält die Aussagen  „Ich bin …“ oder „Wir sind …“

Die Identität ist eine Überzeugung über sich selber, die tieferliegender und umfassender ist als eine normale Überzeugung.

Positive Beispiele:

  • Ich bin eine gute Führungskraft
  • Ich bin Motivator

Negative Beispiele:

  • Ich bin ein Alleingänger
  • Ich bin Perfektionist

Auch hier sind die einschränkenden Identitätsaussagen in positive umzuwandeln.

Visionsebene

Die Vision beschreibt, wie die Welt aussehen sollte. Beispielsweise Frieden, Gerechtigkeit, Gesundheit, im Einklang mit der Natur leben, …

Große Ziele wie Weltmarktführer oder reich werden sind keine Vision.

Eine klare Vision wirkt sehr motivierend und gibt Energie für die fünf höheren Ebenen der Führung.

Positive Beispiele:

  • Unsere Dienstleistungen machen die Welt friedlicher
  • Unsere Produkte sind „green“ 

Negative Beispiele:

  • Die eigene Vision ist nicht bekannt – Hauptsache reich
  • Die persönliche Vision ist bekannt, kann jedoch im Unternehmen nicht gelebt werden, da entweder keine bekannt ist oder der eigenen widerspricht.

Wenn die Vision nicht bekannt ist, so sollte sie unbedingt erarbeitet werden. Im BusinessCoaching wird die Vision, die dazugehörigen Strategien, Wege und Ziele aufgedeckt und zur Aktion gebracht.

Systemgesetzebene

Werden  die Systemgesetze wie Zugehörigkeit, Wertschätzung und Gerechtigkeit gelebt, so geben sie für alle Ebenen darüber die nötige Power / Kraft für Führung.

Liegen jedoch Systemgesetzverletzungen wie Ausschluss, fehlende Anerkennung oder Ungerechtigkeit  vor, so entsteht Angst, Trauer und Wut, was Energie raubt und krank macht. 

Selbst wenn es auf allen Ebenen darüber nur positive Aussagen gibt, reicht es für eine erfolgreiche Führung nicht, wenn die Systemgesetzebene „Risse“ hat.

Auch hängt viel der Kraft und Power für die Führung davon ab, wie viel Power die Vorfahren habe.

Deshalb gilt es, die Systemgesetzverletzungen bei/mit seinen Vorfahren und in der eigenen beruflichen wie privaten Welt aufzulösen.

Die Kraft / Power der Führung entspringt der Systemgesetzebene

Verletzungen der Systemgesetze rauben Power  

Ungelöste Systemgesetzverletzungen erzeugen schlechte Gefühle, die gespeichert bleiben.

Die Basisgefühle wie Leid, Trauer, Angst, Ärger und Wut werden durch das Denken oder psychosomatisch unterdrückt. Hierfür wird Kraft / Energie / Power verbraucht, so dass nicht mehr genügend für die Führung vorhanden ist. Gleichzeitig führt die Angst dazu, nicht mehr frei entscheiden und führen zu können.  

Die Herz- und Schwertseite  

  • Die Schwertseite steht für: Verantwortung, Disziplin, Konsequenz, Delegieren 
  • Die Herzseite steht für: Liebe, Empathie, Beziehung

Sind im Menschen beide Kräfte (Herz und Schwert) ausreichend vorhanden, so ist sie eine ausgeglichene, selbstbewusste, selbstsichere Führungskraft voller Selbstvertrauen.

Verletzungen der Systemgesetze machen Führungskräfte zu weich oder zu hart 

Zu weich: Wird die Wut unterdrückt, die zur Schwertseite gehört, so führt es dazu, dass die Führungskraft zu weich wird. Sie geht Konflikte aus dem Weg und probiert mit jedem eine gute Beziehung zu haben. Auch Entscheidungen werden gerne verschoben. Und Konsequenzen werden nicht gezogen.

Zu hart: Wird Leid, Angst oder Trauer gedeckelt, die zur Herzseite gehören, so führt dieses dazu, dass die Führungskraft zu hart wird. Sie wird egozentrisch, verliert die Empathiefähigkeit und schaut nur auf Zahlen.  

 

Verhaltenswechsel zwischen zu weich und zu hart

Die Beschreibungen „zu weich“ und „zu hart“ sind keine Identitäts- oder Charakterbeschreibungen, sondern drücken aus, wie das Verhalten sichtbar wird. Das wird daran deutlich, dass eine Person, die ihre Wut unterdrückt (sich zu weich verhält), dennoch mal explodieren kann und ihre Wut herauslässt. Sie hat es nicht mehr geschafft, den Deckel auf ihre Wut zu halten. Danach fällt sie wieder ins alte, zu weiche Verhalten zurück und fühlt sich oft sogar schlecht, sich so wütend und über das Ziel hinausschießend verhalten zu haben.

Umgekehrt kann es vorkommen, dass eine Person, die ihre Angst, Trauer oder Leid unterdrückt (sich zu hart verhält), dennoch mal einen Gefühlsausbruch von Angst, Trauer oder Leid zeigt.

Systemgesetzverletzungen auflösen bringt die Power zurück

Mit dem PowerCode lösen wir Systemgesetzverletzungen auf 

Im Coaching oder der systemischen Mediation lösen wir Verletzungen der Systemgesetze auf. Dadurch wird das Unterdrücken / Abdeckeln der verletzten Basisgefühle nicht mehr gebraucht und die alte Power kommt zurück. Dieses nennen wir dann SystemEmpowering.

Die Power des Stammbaumes

Die Lebenskraft / Power und das Urvertrauen erhalten wir von unseren Eltern und die von ihren Eltern usw.  

Sind die Eltern ein starkes ausgeglichenes Paar und Herz- und Schwertseite, so leben sie dem Kind die Systemgesetze vor, übermitteln ihm Urvertrauen und geben ihm die Power. 

Ungelöste Systemgesetzverletzungen bei den Vorfahren wie Kriege (die Leiden der Kriegsenkel und Kriegsurenkel), Zwangsheirat, Tod eines Geliebten oder eines Kindes …  führten zur Schwächung der Großeltern und Eltern. Dadurch konnte und kann nicht mehr genügend Power weitergegeben werden. Gleichzeitig führte und führt es zu Systemgesetzverletzungen zwischen den Paaren (Scheidung) und zu den Kindern. 

Mit Hilfe der Genea-Methode lösen wir diese zurückliegenden Systemgesetzverletzungen mit dem PowerCode auf. Diese Coachingarbeit macht der Klient innerlich. Die Eltern und Großeltern werden dafür real nicht benötigt. 

Hat die Führungskraft volle Power, werden die sechs höheren Ebenen empowert

Empowering der sechs Ebenen

Ist die Systemgesetzebene als Fundament tragbar und gibt sie volle Kraft / Energie / Power, so wird diese Power genutzt, um entweder die Vision aufzudecken oder die schon vorhandene zu festigen.

Von dort aus wird die Ebene der Identität und der Überzeugungen neu geprägt und mit Energie versehen. Dadurch lösen sich viele negative Überzeugungen auf und werden durch förderliche ersetzt.

Die bekannte Vision, Identität und Überzeugungen wirken sich direkt auf die Fähigkeiten und das Verhalten aus. Die Umgebung wird dann entsprechend angepasst.

Von der Vision zur Aktion 

Aus der Vision wird die Mission (der Anteil daran, dass die Vision etwas mehr in die Welt kommt) abgeleitet. Daraus ergeben sich Strategien und immer detailliertere Wege, Ziele und Aufgaben. 

Aus der Vision folgt die Strategie  

Diese Richtung zur Aktion enthält viel Power und Motivation für die Power Führungskraft und auch für die Mitarbeiter, wenn sie mit eingebunden sind.

Die Führungskraft als Entscheider

Entscheider sind Inhaber mit oder ohne Mitarbeiter, geschäftsführende Gesellschafter oder Selbständige. Entscheider tragen das volle Risiko, d.h. bleiben Kunden oder Einnahmen weg, so geht der Entscheider ohne Geld nach Hause.

Metapher: Ein Entscheider geht auf einem Hochseil ohne Netz und doppelten Boden.  

Deshalb ist sich ein Entscheider permanent seiner Verantwortung (der Konsequenzen) bewusst und entscheidet jeweils danach. Dafür wird natürlich genügend ++ Kraft / Power und Urvertrauen gebraucht. Hat ein Entscheider Ängste in sich, so können diese hinderlich sein und es gilt, diese aufzulösen.

Viele Führungskräfte sind angestellt und deshalb entscheiden sie in einem gewissen Maß und tragen anteilig Verantwortung bzw. die Konsequenzen. Der Unterschied zum Entscheider ist, dass sie nicht Inhaber sind sondern angestellt und deshalb nicht voll haften.

Ein Entscheider hat normalerweise eine Vision, Mission und Strategie und setzt sich Ziele. Er überprüft diese auf negative Auswirkungen (Systemcheck), leitet daraus Aufgaben ab und sorgt für die nötigen Ressourcen und Kompetenzen. Diese Vorgehen entspricht dem Führungskreislauf, den eine Führungskraft auf sich selbst anwenden kann und dann auf seine Mitarbeiter.

 

 

 

Die Führungskraft als Mediator / Konfliktlöser

Führungskräfte haben es mit Konflikten zu tun. Entweder wo sie selber beteiligt sind als Konfliktpartner oder wenn Mitarbeiter Konflikte untereinander haben und der Chef als Mediator / Konfliktlöser helfen soll. 

Konfliktursachen auf der Sachebene sind beispielsweise Ziel,- Beurteilungs- oder Verteilungskonflikte. 

Auf der Beziehungsebene sind Werte- und Kommunikationskonflikte die Auslöser. 

Auf der Systemgesetzebene geht es um die Grundbedürfnisse wie Zugehörigkeit, Anerkennung und Gerechtigkeit. Werden diese verletzt, verschlechtert sich die Beziehungsebene und die Konflikte auf der Sachebene lassen sich nicht mehr lösen. 

Will die Führungskraft als Mediator Konflikte lösen, so braucht sie die Kompetenz, Systemgesetzverletzungen auflösen zu können, denn fast alle emotionalen Konflikte haben die Ursache auf der Systemgesetzebene. 

Dafür empfehlen wir die Ausbildung zum SystemEmpowerer – Expert  of Communication und CoachMediator.

Die Führungskraft als Coach

Die erfolgreiche Führungskraft fördert und befähigt die Mitarbeiter, die gesetzten Ziele zu erreichen und löst etwaige Bremsen und Hindernisse auf.

Bei tieferliegenden Coachingthemen muss der Mitarbeiter das Coaching erlauben 

Geht es um tieferliegende Themen wie Überzeugungen, Identität und Prägungen, so braucht die Führungskraft die nötigen Coaching-Kenntnisse dafür, sie beim Mitarbeiter bearbeiten zu können. Die Kenntnisse für den Prozess reichen jedoch nicht aus. Es müssen die eigenen Coachingthemen durch Persönlichkeitsentwicklung integriert oder aufgelöst sein.

 

Die Führungskraft als CoachMediator braucht die innere Haltung – loslassen können im Prozess

Die Persönlichkeitsentwicklung steht in der Ausbildung zum SystemEmpowerer -CoachMediator an erster Stelle. Die Handlungskompetenz zu erhalten, andere mediieren und coachen zu können, ist die eine Seite der Medaille, die wichtigere, andere Seite ist die innere Haltung. Bin ich genügend weit persönlich entwickelt, damit es mir gut geht und ich Wirkung erzielen kann?  

Der Prozess geht voran und der Führungskraft als CoachMediator geht es gut, wenn sie im Prozess ist. Stockt der Prozess, so ist wahrscheinlich die Führungskraft inhaltlich befangen. 

Im Prozess sein heißt: im Hier und Jetzt – im Augenblick zu sein, ohne Gedanken an die Zukunft, Vergangenheit, eigene Probleme, Ziele usw.  

Die vertikale Ebene ist die Haltungsebene. Die Führungskraft als CoachMediator kann sich frei auf der horizontalen Ebene bewegen. Sie kann auch Expertenrat geben, solange sie im Prozess ist (im oberen Bereich).
Der Prozessrat (Welches Format nehme ich?) kann ebenfalls zielführend oder blockierend sein. Auch hier hängt es von der inneren Haltung ab. Ist die Führungskraft inhaltlich befangen, so führt selbst ein Prozessrat zum Stillstand des Prozesses.

Inhaltlich befangen sein – sich nicht im Augenblick befinden 

Der Prozess geht nicht voran. Egal, was man sagt, die Haltung des Mitarbeiters verändert sich nicht, die Bewegungen sind stereotypisch immer dieselben, also vorhersagbar. 

Das kann folgende Gründe für die Führungskraft als CoachMediator haben: 

  • Das inhaltliche Thema ist für die Führungskraft persönlich ein ungelöstes oder schwieriges Thema
  • Sie meint zu wissen, was für den Mitarbeiter gut ist, und versucht, ihn dort hinzubringen
  • Sie ergreift Partei (in Mediationen oder Teamcoaching)
  • Sie ist unter Zeitdruck
  • Sie ist nicht der Überzeugung, dass der Teilnehmer sich verändern kann
    und viele andere.

 

Ausbildung zum System Empowerer – CoachMediator 

    In unserer Ausbildung zum System Empowerer – CoachMediator geht es vornehmlich darum, sich persönlich so weiterzuentwickeln, um im Prozess sein zu können und zu bleiben. Je mehr eigene Themen und innere/äußere Konflikte integriert bzw. aufgelöst sind, desto einfacher ist es, dieses zu erreichen. Dafür werden Techniken gelernt, auf sich selbst angewendet, dadurch lösen sich eigene Themen auf, so dass es immer leichter fällt, im Prozess sein zu können.

    Selbst wenn die Führungskraft nicht als CoachMediator tätig sein will, ist diese innere Haltung eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Führung.

    Vereinbaren Sie mit uns ein unverbindliches Vorgespräch, um Ihnen einen stimmigen Lösungsweg für Ihre erfolgreiche Führung aufzuzeigen.

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