Im Folgenden wird die Genea-Methode – Kräfte der Ahnen für den Coach beschrieben, mit welchen Fragen er den Klienten unterstützen kann. Die Methode kann der Leser natürlich auch auf sich selbst anwenden. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass eine Unterstützung durch eine externe Person, die die Fragen stellt, hilfreich ist.

Vorgehen Genea-Methode – Kräfte der Ahnen

Weiter vorne haben wir gesehen, dass Systemgesetzverletzungen nur dann aufgelöst werden können, wenn der oder die Verursacher die Herz- und Schwertseite haben. Bezogen auf die Vorfahren bedeutet dieses, dass die Eltern ausgeglichen stark sein müssen, damit man als deren Kind Systemgesetzverletzungen auflösen kann. Sind die Eltern nicht stark genug, so geht man zu den Großeltern. Sind sie stark genug, so können Systemgesetzverletzungen der Großeltern zu ihren Kindern aufgelöst werden. Der Vater und die Mutter werden stark und wenn sie dann miteinander Systemgesetzverletzungen auflösen, können sie als starkes Paar nebeneinander stehen. Nun ist die Voraussetzung geschaffen, dass das Kind seine Verletzungen wiederum auflösen kann und die Kräfte der Ahnen erhalten kann.

1. Wer hat die Kraft? – Haben die Eltern die Kraft?

Fragen Sie Ihren Klienten: Können Sie Ihre Eltern vor Ihrem inneren Auge sehen?  ̶ falls kein klares Bild auftaucht, reicht ein Erahnen.Und wenn ja: Was fühlen Sie, haben Ihre Eltern beide die Herz- und Schwertseite bzw. sind sie ein Paar, was eng zusammen steht? Ist es stimmig oder unstimmig?

2. Großeltern?

Wenn nein, so fragen Sie nach den Großeltern. Bitte lassen Sie Ihre Großeltern vor Ihrem geistigen Auge erscheinen. Zuerst die Großeltern väterlicherseits oder mütterlicherseits? Sind sie ein starkes Paar? Können sie Hand in Hand nebeneinander stehen? Ist es stimmig oder unstimmig?

3. Urgroßeltern?

Wenn nein, so fragen Sie nach den Urgroßeltern, z.B. väterlicherseits. Bitte lassen Sie Ihre Urgroßeltern vor Ihrem geistigen Auge erscheinen. Sind sie ein starkes ausgeglichenes Paar?

Gibt es von den Urgroßeltern kein Bild bzw. kein Foto oder Informationen, so bitten Sie Ihren Klienten:

Wenn kein Bild auftaucht, so wählen Sie bitte Platzhalter, schemenhafte Figuren oder ähnliches, so dass Sie wissen, an der Stelle vor Ihrem inneren Auge ist der Platz für Ihre Urgroßeltern. Wenn Sie jetzt zu dem Platz Ihrer Urgroßeltern hin spüren, haben sie die Kräfte und stehen als Paar eng nebeneinander? Ist es stimmig oder unstimmig?

So weit zurück, bis das kraftvolle Ahnenpaar gefunden wird. Dann geht es weiter mit Punkt 4.

Ausnahme: Es kann vorkommen, dass kein ausgeglichen kraftvolles Vorfahrenpaar auftaucht. Es ist das Gefühl, immer weiter zurückgehen zu können und es liegt im Nebel. Dann wird zurückgegangen zu den Großeltern oder Urgroßeltern. Sind sie ausgeglichen stark genug? Was ist an Systemgesetzverletzungen mit den Groß- bzw. Urgroßeltern passiert. Selbst wenn sie nicht volle Stärke haben, reicht es oft, diese Verletzungen aufzulösen. Ist dieses möglich, so tauchen hinter den Groß- bzw. Urgroßeltern die ausgeglichen starken Paare auf. Vorher ging es nicht, da zuerst die Verletzungen und die zu große Wut aufgelöst werden musste. (s. Schleifendrehen und Wut abbauen)

4. Paar – Hand in Hand, Arm in Arm?

Haben beide Urahnen nun die Kräfte (Schwert + und Herz +), so können sie ein Paar sein. Können Sie es sehen? Können sie Hand in Hand da stehen oder sich umarmen? (Ob sie ein Paar sein können, ist ein Test dafür, dass genügend Kräfte vorhanden sind. Wenn nämlich zu wenige Kräfte vorhanden sind, so können sie nicht als Paar dort stehen, selbst wenn der Klient sagt, sie hätten genügend Kräfte.)

5. Baby auf den beiden Armen der Eltern und Kräfte weitergeben

Lassen Sie nun das Kind zur Welt kommen und beide Eltern sind zusammen und halten gleichzeitig ihr Baby auf den Armen und geben ihm die Liebe, Wärme und Stärke, also die Kräfte. Geht das? Wie sieht das Baby aus? Nehmen Sie sich so viel Zeit, bis das Baby alle Kräfte aufgenommen hat. Ist es stimmig?

Im Folgenden geht es nicht darum, dass der Klient oder seine Vorfahren Ihre Vorschläge irgendwie nachsprechen, sondern vielmehr, ob sie es stimmig sagen können. Oder ob der Klient ein ungutes Gefühl bekommt bzw. die Personen vor seinem inneren Auge dieses nicht wollen oder es unstimmig tun.

6. Gemeinsam älter werden

Lassen Sie nun die Eltern und das Kind gemeinsam älter werden. Das Kind erhält die ganze Zeit die Kräfte und erlebt seine Kindheit und Jugend mit den kraftvollen Eltern neu. Geht das? Das Kind soll sich mit seinem Rücken vor seine Eltern stellen und sie legen jeweils einen Arm auf seine Schulter oder stützen seinen Rücken und so erhält es auch die Kräfte. Hinter den Eltern stehen eine „unendliche“ Reihe von kraftvollen Vorfahren – bis zu den Einzellern.

Bleiben die Kräfte beim Kind bis zum Erwachsenen erhalten?

Ja -> springen Sie zu Schritt 9

Nein -> weiter bei 7

7. Kraftfluss unterbrochen

Bleibt der Kraftfluss erhalten und das Kind (jetzt erwachsen) lernt so seine Ehefrau/Ehemann kennen, dann machen Sie bei Schritt 13 weiter.

Bleiben jedoch die Kräfte nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erhalten und danach werden sie weniger, so muss hierfür die Ursache gefunden und aufgelöst werden, so dass die Kräfte wieder voll fließen.

Gründe für die Verringerung des Kraftflusses können sein, dass der Vater (die Mutter) früh gestorben oder eine andere Systemgesetzverletzung entstanden ist.

8. Ursachen finden

Es können verschiedene Gründe vorliegen, wieso der Kraftfluss unterbrochen bzw. verringert ist. Hier ist nun ein vorsichtiges Herantasten nötig. (Sehen Sie dazu weiter hinten im Kapitel Dynamiken und Zusatz.)

Ist z.B. der Vater früh gestorben (bevor der Sohn erwachsen war), so ist der Sohn traurig darüber oder sogar wütend, so früh verlassen worden zu sein.

Genauso geht es normalerweise auch der Ehefrau. Mit dem Wissen, dass der Ehemann gestorben ist, soll er dennoch kraftvoll da stehen und sich Folgendes anhören.

Die Ehefrau sagt zum Ehemann: „Ich habe dich vermisst“. Oder: „Warum hast du mich so früh verlassen?“ Die Ehefrau soll ihre Trauer dem Mann zeigen und dann noch wütend werden, wenn Wut vorhanden ist, da sie ab dem Tod alles alleine regeln musste. Kann der Ehemann das Leid anerkennen und die Wut nehmen?

Leid vom Verursacher anerkennen und Wut vom Verursacher nehmen lassen

Gibt es einen Verursacher für den Tod, so sollen die Ehefrau und der tote Ehemann den/die Verursacher dafür finden, z. B. wenn es ein Krieg war, den/die Kriegsverursacher KV wie Hitler oder aber der direkte Verursacher als Person (z. B. der Arzt, wenn er einen Fehler gemacht hat, oder ein Unfallverursacher, der den Tod verursacht hat) soll auftauchen. Hinter dem Verursacher werden nun die Eltern des Verursachers gestellt. Ist nun der Verursacher ausgeglichen kraftvoll genug ++, so soll die verletzte Ehefrau und der tote Ehemann dem Verursacher ihr Leid zeigen. Kann der Verursacher das Leid sehen und anerkennen, dann soll er die Wut vom Toten und von der Ehefrau nehmen.

Ist der Krieg der Verursacher, so kann es komplizierter werden, denn es gibt verschiedene Verursacher, z. B. Hitler oder die Kriegsgegner usw. Viele können sich Hitler nicht stark genug vorstellen, so dass er das Leid sehen und die Wut nehmen kann. Wie es trotzdem gehen kann, beschreibe ich weiter hinten unter Punkt A.

Genauso wie eben beschrieben soll das Kind den Vorgang durchlaufen. Seine Trauer dem Vater zeigen und die Wut an den Verursacher und den Vater herauslassen.

Es kann auch die Reihenfolge (Trauer – Wut) umgedreht werden, je nachdem, was hilft.

Dadurch klärt sich das Verhältnis normalerweise und die Kraft kann wieder voll fließen.

9. Ehefrau des Sohnes kommt dazu

Lassen Sie nun die Frau des Sohnes (ab jetzt Ehemann genannt) auftauchen. Solange der Mann nicht ausgeglichen kraftvoll ++ ist, konnte er kein richtiger Partner sein. Diese Partnerrolle hat dann oft ein Kind übernommen, weshalb es gebunden ist und auch aus diesem Grund nicht die neue Kraft vom Vater und der Mutter bekommen kann.

Was passiert mit den beiden, wenn die Ehefrau ihren Ehemann mit der gesamten Kraft kennen lernt. Findet sie es gut?

Wie viele Kräfte hat die Ehefrau? Ist sie kraftvoll (+ +)? Ist es stimmig?

Wenn ja, dann machen Sie bei Schritt 10 weiter.

Wenn nein, dann holen Sie die Eltern hinter die Ehefrau und lassen Sie ihr die Kraft geben bzw. tanken. Reicht diese nicht aus, so prüfen Sie, ob eine Kräfteverschiebung vorliegt.

Kräfteverschiebung ausgleichen

Falls ein Partner stirbt oder generell z. B. zu schwach ist (- +), so kann es sein, dass der andere Partner diesen Part übernimmt und nach außen hin hart wirkt (z. B. die „Trümmerfrauen“, die oft + + waren, da jedoch das Überleben wichtiger als die Wärme und Liebe war, sahen sie nach außen hin wie + – aus.) Steht nun der Partner mit den beiden Kräften neben dem anderen Partner, so gleicht sich dieses wieder aus. Die „Trümmerfrau“ gibt z. B. Verantwortung an ihren Ehemann ab und wird wieder zu einer ausgeglichenen Frau.

Ob es sich um so eine Verschiebung handelte, lässt sich z. B. daran erkennen, wie diese „Trümmerfrau“ als Oma agiert hat. War sie dort mit weniger Überlebensverantwortung ausgeglichen? Wenn ja, so hat sie beide Kräfte.

10. Es tut mir leid

Der Mann sagt jetzt seiner kraftvollen Frau: „Jetzt bin ich ausgeglichen kraftvoll ++, vorher war ich es nicht genügend – dadurch habe ich dich verletzt, das tut mir leid.“

Kommt es bei der Ehefrau an?

Wut, Last, Verantwortung zurückgeben bzw. zurücknehmen lassen

Die Ehefrau soll nun ihre Wut für das Erlittene an den Mann herauslassen (falls vorhanden) und der starke Ehemann nimmt es an. Falls noch Trauer bei der Ehefrau vorliegt, so soll sie es ebenfalls dem Ehemann geben und trauern. Falls eine Kräfteverschiebung vorliegt, führen Sie einen Ausgleich durch, d. h. die Verantwortung oder das liebevolle Verhalten wird neu aufgeteilt. Oft zeigt sich dieses ganz spontan beim Klienten, dass das Paar näher zusammenrückt, die Gesichtszüge  oder die Haltung sich verändern.

Sind alle Themen geklärt, so stehen sie jetzt normalerweise zusammen und werden ein Paar.

11. Baby auf den beiden Armen der Eltern und Kräfte weitergeben

Lassen Sie nun das Kind zur Welt kommen und beide Eltern sind zusammen und halten gleichzeitig ihr Baby auf den Armen und geben ihm die Liebe, Wärme und Stärke, also die Kräfte. Geht das? Wie sieht das Baby aus? Nehmen Sie sich so viel Zeit, bis das Baby alle Kräfte aufgenommen hat. Ist es stimmig?

12. Gemeinsam älter werden

Lassen Sie nun die Eltern und das Kind gemeinsam älter werden. Das Kind erhält die ganze Zeit die Kräfte und erlebt seine Kindheit und Jugend mit den kraftvollen Eltern neu. Geht das? Ist es stimmig?

Wir sind ein Paar – das Alte tut uns leid

Lassen Sie nun die Eltern zum Sohn sagen: „Wir sind jetzt ein Paar, zwischen uns ist kein Platz mehr. Du bist nur unser Sohn und wir sind deine Eltern. Das, was du für mich (Vater und Mutter jeweils einzeln) getragen hast, nehme ich zurück. Und das, was du für uns getragen hast, nehmen wir zurück.“

Kann der Sohn die Last zurückgeben, so sollen die Eltern die Last dahin verteilen, wohin sie gehört und nur ihren Teil behalten.

Verletzungen zurückgeben

Sind beim Kind noch Wut oder Trauer oder andere verletzte Gefühle vorhanden, so soll es sie herauslassen. Die starken Eltern als Paar werden es annehmen.

Danach soll sich das Kind mit seinem Rücken vor seine Eltern stellen und sie legen jeweils einen Arm auf seine Schulter oder stützen seinen Rücken und so erhält es auch die Kräfte.

13. Alle Generationen durcharbeiten bis zum Klienten

Die Schleife von 9 bis 12 solange durcharbeiten, bis der Klient als Sohn an der Reihe war. Das kann in ein bis zwei Coachings passieren, es kann auch viel länger dauern. Eine Vorhersage über die Dauer ist im Vorhinein nicht möglich.

Erhält der Klient nun die Kräfte der Eltern und wird dadurch ausgeglichen kraftvoll ++, so muss es körperlich sichtbar und fühlbar werden. Deshalb beobachten Sie (wie immer) Ihren Klienten genau und fragen ihn, wo er genau im Körper die Kräfte spürt, wo sie in ihn hineinfließen, wie sich die Kräfte anfühlen usw. 

Die Erfahrung zeigt, dass die Kraft der Herzseite eher mit Wärme umschrieben wird, die Kraft der Schwertseite eher als etwas Aufrichtendes, Stärkendes. Ziel ist es, dass beide Kräfte (Schwert- und Herzseite) sich vermischen und integrieren, so dass es sich ausgeglichen kraftvoll anfühlt.

Bitten Sie Ihren Klienten, sich hinzustellen und auch die Kraft von hinten zu bekommen und zu spüren bzw. sich an seine Ahnen innerlich anzulehnen.

14. Empowering

Der Klient arbeitet seine eigene Vergangenheit auf: Wie verändert sich Ihre Vergangenheit durch die neuen starken Kräfte, wenn Ihre Eltern ein Paar sind und die Kräfte haben, wie hätten sie sich anders verhalten usw.? Empowering / Neuprägung mit der stärksten Ressource: Kräfte der Ahnen, der Klient bearbeitet seine eigene Partnerschaft (s. 4.) und gibt die Kraft an seine Kinder weiter (6 u. 9.)

Der Klient macht eine Reise in die Zukunft und erlebt eine vorher schwierige Situation mit den neuen Kräften

Folgendes Vorgehen ist zwingend nötig, damit die Kräfte der Ahnen nachhaltig vorhanden sind. Dazu eine Auflistung der Aufgaben:

– Empowering / Neuprägung

– eigene Partnerschaften klären

– Kräfte der Ahnen auf die eigenen Kinder anwenden

– Reise in die Zukunft mit den Kräften

– Tägliche Aufgaben zum Stabilisieren

– Auftretende Dynamiken mit der Genea-Methode bearbeiten

Die täglichen Aufgaben zum Stabilisieren sind sehr wichtig. Genauso wie wir normalerweise täglich die Zähne putzen oder eine erlernte Sprache weiter aktiv pflegen müssen, damit sie nicht wieder in Vergessenheit gerät, so ist es auch in Bezug auf unsere Ahnen. In vielen alten und auch aktuellen Kulturen gibt es einen Ahnenkult bzw. werden die Verstorbenen in Gebete oder Feiern berücksichtigt.

Werden die ausreichend kraftvollen Ahnen nicht mehr gesehen, so wirkt es sich über kurz oder lang wie ein Ausschluss aus und der Klient wird wieder in alte Muster fallen. Wenn ein Sportler kein Sport mehr treibt, werden sich seine genauso Muskeln zurückbilden. Wer sich gar nicht mehr bewegt, wird nach einer bestimmten Zeit nicht mehr laufen können, sondern muss es neu lernen, damit sich die Muskeln wieder aufbauen.

Tägliche Aufgaben zum Stabilisieren

  • Inneres Bild der ausreichend kraftvollen Ahnen (immer als Paare) holen / sehen / spüren und Kräfte spüren (bei den ressourcen-vollen Vorfahren z. B. Urgroßeltern als Paar beginnen)
  • Danach Empowering/Neuprägung mit den Kräften z. B. Glaubenssätze verändern usw.
  • Erlaubnis z. B. „es darf mir gut gehen“ – wiederholen
  • Nicht über die Vergangenheit (das Alte) sprechen, es zieht uns ins Alte, d. h. die Kräfte werden weniger
  • Auf die Körperhaltung achten – wenn sie unsymmetrisch oder eingefallen ist, dann Kräfte tanken.
  • Wenn das Kräfte tanken schwierig wird bzw. die genügend kraftvollen Vorfahrenpaare nicht mehr ausreichend gesehen werden können,, so liegt es meistens daran, dass neue Dynamiken auftauchen, die bearbeitet werden wollen -> Bitte mit der Genea-Methode bearbeiten oder sich beim Coach melden! Siehe dazu das Kapitel Dynamiken.

Beispiele für Fragen und Vorgehen Genea-Methode – Kräfte der Ahnen

1. Beispiel

Hier geht es um die Kräfte auf der mütterlichen Linie. Möglich ist z. B. die Eingangsfrage:

„Kannst Du Deine Mutter als Kind sehen (ähnlich wie: Wann war es noch gut?) Gab es einen Zeitpunkt, an dem sie alle Kräfte (+/+) hatte?“

„Wenn nicht, dann gehe auf der mütterlichen Linie bis zu der Frau, die 100 % Kräfte hat.“

Wenn der Coachee (KlientIn) diese Frau gefunden hat, dann lassen Sie ihn die andere Seite (Mann) dazu holen.

Nun wird die Tochter des Paares geboren. „Können die Eltern das Baby als Paar beide gleichzeitig auf den Arm nehmen? Kann die väterliche und mütterliche Kraft auf das Kind überfließen; entsteht Urvertrauen?“

„Bis wann ist die Kraft der Tochter da? Ab wann verändert sich etwas?“ (hier: ab 20, da trägt sie mehr Verantwortung)

„Hole jetzt den Partner dazu. Wie sind seine Kräfte?“ (hier +/-)

Lassen Sie den Coachee die Linie des Vaters hochgehen. (Der Coachee fühlt, dass zwar Kräfte bei den Eltern sind, aber etwas ist da, ein Knacks, ein Druck, es ist etwas passiert!)

„Lass die Eltern und den Sohn älter werden, wann passiert etwas?“

….

2. Beispiel

Manchmal hat der Coachee ein klares Gefühl zu seinen Ahnen; es kann beispielsweise sein, dass er/sie spürt, dass die kraftvollen Vorfahrenpaare auf der Zeitlinie sehr weit „hinten“ liegen und er gleich dort beginnen möchte. Das ist in Ordnung; Sie müssen also nicht zwangsläufig in der zeitnächsten Generation beginnen.

Sieht der Coachee ein Paar, das beide Kräfte hat (so wie hier bezogen auf die väterliche Linie), dann leiten Sie ihn an, den Sohn/die Tochter auftauchen zu lassen, und lassen Sie den Coachee erspüren, was dann passiert ist.

Mögliche Fragen und Anleitungsschritte:

„Lass innerlich den Sohn erscheinen bei der Zeugung oder der Geburt. Bleiben die Eltern ein Paar, auch während das Baby im Bauch heranwächst?“ (hier ja)

„Als der Junge auf die Welt gekommen ist: Können beide Eltern gemeinsam/gleichzeitig das Baby auf dem Arm halten? Können Sie die Last/Verantwortung gemeinsam tragen?“ (hier nicht)

„Kann der Mann das Baby allein auf den Arm nehmen? Kann die Frau das Baby allein auf den Arm nehmen?“ (Kann der Coachee hier nicht sehen: Die Frau reicht das Baby an den Mann)

„Was sagt die Mutter? Wie fühlt sich die Mutter?“ („Ich muss gehen“, die Mutter stirbt)

„Was sagt der Vater?“

„Was fühlt der Vater? Welche Gefühle kommen hoch (Trauer, Wut,…)?“

(Hier: Ärger und Wut, weil er die Zeit nicht genutzt hat, hätte der Frau gern noch vieles gesagt und fühlt sich überfordert und allein).

„Kann die Frau das Leid beim Ehemann sehen?“

(Ja und es kommt beim Ehemann an.)

„Kann die Ehefrau die Wut vom Ehemann nehmen, die zu ihr gehört?“

(Geht auch.)

Wichtig ist, dass die tote Mutter in der Genea-Methode vor dem inneren Auge lebendig gesehen wird und wie eine lebendige Person mit Gefühlen behandelt wird.

„Gibt es jemanden, der mitverantwortlich ist für den Tod der Mutter?“ (Hier ist die Hebamme die Verursacherin.)

„Kann die Hebamme mit ihren Eltern hinter sich das Leid bei der toten Mutter und beim Vater sehen? Und kommt es bei beiden an?“ (Ja)

„Kann die Hebamme mit ihren Eltern hinter sich die Wut der toten Mutter und des Vaters nehmen?“ (Ja)

Achten Sie darauf, dass die Wut, die der Vater evtl. auf sich, seine tote Frau oder auf das Kind hat, auf die Hebamme (Verursacher) umgelenkt wird und nicht bei sich, der Mutter oder dem Kind bleibt!

Wichtig ist generell, dass erst die Gefühle der Eltern bearbeitet werden, damit sie die Kraft wiederbekommen, hinter den Kindern zu stehen!

Sie müssen darauf achten, dass die Wut umgelenkt wird auf den Verursacher! Erst wenn der Vater und die Mutter (Eltern) ihre Gefühle gelebt haben und der Coachee diese innerlich auf den Verursacher umleiten konnte, gehen Sie zum Kind.

„Welche Gefühle kommen bei der toten Mutter hoch? (z.B. Wut auf den Mann wegen versäumter Zeit) Lass sie auch diese Gefühle ausleben.“

„Kann der Mann diese Wut aushalten?“

„Können sie die verpasste Zeit nachholen? Lass sie die neue Zeit genießen.“

Nehmen Sie sich für alle Gefühlszustände genügend Zeit. Lassen Sie die Ahnen und den Coachee Veränderungen und neue Zustände genießen, da diese ein Schritt zu neuer Kraft sind. Wenn es nicht weitergeht, ist noch Wut/Trauer blockiert!

„Welche Gefühle sind beim Kind?“ (z.B. Wut auf die Mutter, dass sie es allein gelassen hat; Trauer, dass es die Mutter nicht kennen lernen wird)

„Lass das Kind trauern, bis ein neuer Gefühlszustand entsteht usw.“ (dann z.B. Wut)

„Kann die Mutter die Wut nehmen/aushalten? Steht die Mutter kraftvoll da?“

„Stehen die Eltern (also der Mann mit der verstorbenen Frau) zusammen als Paar?“

„Der Sohn wird nun geboren. Kann er jetzt Kraft bekommen? Lass den Jungen ruhig langsam älter werden, bis er alle Kräfte bekommen hat, die er braucht (+/+). Lass die Eltern/Ahnen ihre Hand auf die Schulter des Sohnes legen, bis er es nicht mehr benötigt.“

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