Wie StartsUps ihr Unternehmen auf ein stabiles Fundament stellen

Wie StartsUps ihr Unternehmen auf ein stabiles Fundament stellen

StartUp Gründung – Ein paar motivierte Leute kommen zusammen und haben eine super Idee, die Welt ein Stück besser zu machen. Sie machen gemeinsam einen Plan und entwerfen die ersten Produkte, womit sie an den Markt gehen. Während noch jeder in seinem Hauptjob steckt, geschehen die Dinge so nebenbei.

Eine Firma muss gegründet werden, die Produktentwicklung braucht weitere Ressourcen, das Marketing muss gemanaged werden und ein Leben ausserhalb gibt es auch noch.

Jetzt beginnen die ersten Konflikte: Der eine steckt nicht genug Zeit rein, der andere hat seine Aufgaben nicht sorgfältig ausgeführt, der nächste geht erstmal in den geplanten Urlaub und bevor man sich versieht, ist die anfängliche Leichtigkeit und der brennende Wunsch etwas gemeinsames zu schaffen, verloren gegangen.

9 von 10 Startups überleben die ersten 5 Jahre ihrer Gründungsphase nicht.

Die meisten Gründer realisieren ihren Untergang meist erst, wenn es zu spät ist und haben dann keine Strategie mehr, wie sie ihr Baby noch retten können.

Doch was wird benötigt, um von Anfang an schon die richtigen Weichen zu stellen, um gemeinsam erfolgreich ein StartUp zu gründen?

Neben den sogenannten Hard-Skills wie: Kenntnisse über Unternehmensführung, Produktentwicklung, Marketing, Zielgruppen-Fokusierung, Steuern und Buchhaltung, benötigen Gründer auch einige Soft-Skills, die normalerweise nicht in den Schulen, der Universität und dem Elternhaus gelehrt werden.

Doch bevor wir zu den Soft-Skills kommen, sollte die Vision und deren Ableitungen im Vorhinein schon stehen.

Hard-Skills in StartUps – Die Vision der Gründer korrekt ableiten

Bevor StartUps an den Start gehen, sollten sie ein brennendes Verlangen danach haben, eine Vision zu erfüllen.

Dort werden schon die ersten Fähigkeiten eines Leaders gebraucht, die Vision (Leit-Motiv) eines StartUps überhaupt stimmig zu erarbeiten. Denn wenn es nur um das Geld geht, dann geht auch die Motivation schnell verloren, wenn das Geld nicht gleich da ist.

„Wer wegen Geld kommt, der geht auch wegen Geld.“

Deshalb muss der Beweggrund etwas größeres sein. Etwas was für die Menschheit dienlich ist und was selbst, wenn die Gründer des StartUps irgendwann nicht mehr unter uns sind, immer noch Bestand hat.

Nehmen wir den Maurer am Petersdom: „Ich arbeite mit am Bau einer der größten Kathedralen der Welt, an einem Gebäude das viele Hunderte von Jahren Zeugnis davon ablegen wird, was Menschen mit Hilfe der Inspiration von Gott leisten können“

Steven Spielberg: Mit Hilfe von Filmen Geschichten erzählen: „In meinen Filmen feiere ich die Phantasie als Werkzeug großer Schöpfungen… Ich verdiene mein Lebensunterhalt durch Träumen. …“

Dr. Dieter Bischop: „Menschen und Unternehmen unterstützen und prägen, damit sie im Einklang mit sich, ihrer Umwelt und der Natur leben und ihre Intuition und ihr Urvertrauen wiederfinden und leben können.“

Aus der Vision – leitet sich die Mission – Strategie – Wege – Ziele ab.

Die einzelnen Komponenten auf das StartUp bezogen

1. Vision
Das große Bild, was sich Gründer und Mitarbeiter für die Welt wünschen. Darin steckt die Energie, welche benötigt wird, um etwas wirklich Großes zu schaffen. Die Vision eines StartUps ist das Motiv, das innere Leitbild und alle Aktivitäten sollten diesem inneren Bild folgen.

2. Mission
Es ist das ONE THING (Die Eine Sache), welches das StartUp als Anteil der großen Vision übernehmen kann. Während die Vision ein Lebensziel ist, ist die Mission ein Lang-Zeit-Ziel, welches auf 5 – 10 Jahre ausgelegt ist. Die Mission bestimmt die Ausrichtung der Produkte und der Zielgruppe. Sie muss klar und verständlich gegenüber der Außenwelt sein.

„Connecting people“
„Wir produzieren Autos für das Volk“
„Wir lösen emotionale Konflikte und entwickeln Führungskräfte.“

Jeder neue Mitarbeiter sollte bei seiner Einstellung überprüft werden, ob er zu 100% hinter der Vision und Mission steht.

3. Strategie
Aus der Vision und Mission eines StartUps ergibt sich die Strategie, d.h. „Wie kann ich meine Mission in die Tat umsetzen?“

Daraus ergibt sich eine Grobplanung mit vielen Ideen.

Beispiel für ein StartUp im Online-Marketing:

  • Kundenstamm aufbauen
  • Workshops geben
  • Einzelberatungen für Geschäftsführer anbieten

Alle drei Komponenten sind Strategien, um die Mission umzusetzen und die Vision ein Stück näher rücken zu lassen. Die Zielgruppe hängt ganz von der vorhergegangenen Mission ab.

4. Wege
Die Wege sind die einzelnen Möglichkeiten eines Startups, um ihre Strategie in die Realität umzusetzen.

5. Ziele
Sie sind die Feinplanung und mit genauen Kennzahlen und Deadlines belegt.

Alle 5 Komponenten (Vision – Mission – Strategie – Wege – Ziele) sind wichtige Bestandteile, über die sich die StartUp Gründer schon vorher Gedanken machen sollten, bevor sie mitten in der Umsetzung stecken und dann merken, dass einige Punkte schon nicht wirklich klar sind.

Soft-Skills in StartUps – Gesetze von Wechselwirkungen in zwischenmenschlichen Systemen kennen, beachten und emotionale Verletzungen auflösen

Ein StartUp ist ein System, welches dynamischen Wechselwirkungen unterliegt. In einem System herrschen Gesetzmäßigkeiten, welche dauerhaft am Wirken sind.

Wir nennen die Gesetze: Systemgesetze
So wie die Schwerkraft als Naturgesetz auf der Erde wirkt, so wirkt z.B. Zugehörigkeit als Gesetz in einem System (Einzelperson, Paar, Familie, Unternehmen).

Insgesamt gibt es 10 Systemgesetze, welche tragend dafür sind, ob es einem zwischenmenschlichen System gut geht, es motiviert ist, es gesund lebt oder Demotivation, Krankheit und Ärger vorliegt.

 

10 Systemgesetze in StartUps

Systemgesetze als PDF downloaden

Werden Systemgesetze wie Zugehörigkeit, Anerkennung, Wertschätzung, Gleichgewicht von Geben und Nehmen verletzt, dann entstehen emotionale Verletzungen.

Bsp. Verletzung von Zugehörigkeit.

  • Drei der vier Gründer verabreden sich Abends zum Fussball schauen. Kann als Ausschluss wirken und den vierten Gründer emotional verletzen.
  • Gründer zwei hat eine super Idee, welche er von einer Veranstaltung mitgebracht hat. Die anderen drei lehnen kategorisch neue Ideen ab. Anerkennung ist verletzt und zusätzlich Zugehörigkeit, weil seine Idee ausgeschlossen wird.
  • Zwei der vier Gründer arbeiten Vollzeit im StartUp, während die anderen beiden nur Teilzeit daran arbeiten, jedoch gibt es für jeden 25% des Umsatzes. Bei den ersten beiden könnte das Gleichgewicht von Geben und Nehmen verletzt sein, was zu unguten Gefühlen führt.

Alle uns bekannten Konflikte lassen sich auf die Verletzungen von Systemgesetzen zurückführen.

Deshalb ist einer der wichtigsten Soft-Skills von der StartUp Kultur das Einhalten von Systemgesetzen und das Lösen der Verletzungen, was wir System Empowering nennen.

Systemgesetze bilden ein klares Regelwerk zum zwischenmenschlichen Verhalten zur Bildung einer starken StartUp Kultur.

Verhindern von Systemgesetzverletzungen in StartUps durch den SystemCheck

Um emotionale Verletzungen zu verhindern, nutzen wir im System Empowering den SystemCheck. Er dient der Überprüfung von negativen Auswirkungen von Handlungen.

Z.B. Ich lade zwei meiner drei Mitgründer Abends zu mir nach Hause ein, ohne den dritten informiert zu haben (unabsichtlich, weil ich mich mit demjenigen nicht richtig verstehe oder …)oekologie-oder-systemcheckWenn der eine Gründer beim SystemCheck nun die Frage 3 und 4 stellen würde, könnte er eine eventuelle Systemgesetzverletzung verhindern:

– Was sind die negativen Konsequenzen, wenn ich nur 2 von 3 einlade?
– Was muss ich tun, damit die negativen Konsequenzen nicht eintreten?

Das Schlimmste, was aufgrund der Handlungen und Entscheidungen passieren kann, sind negative Auswirkungen auf Systemgesetzebene. Geschieht dies, sind verletzte Gefühle im Spiel, was die Beziehung zwischen StartUp Mitglieder zerstört und sich früher oder später auf sachlicher Ebene auswirkt.Hanseatisches Institut Systemische Mediation- SystemgesetzebeneDann geht es darum, das Fundament durch das Auflösen der Systemgesetzverletzungen wieder herzustellen, damit Beziehung- und Sachebene wieder sauber funktionieren.

Fazit: Hard- und Soft-Skills werden beidermaßen benötigt, um ein StartUp in seiner Gründungsphase auf ein stabiles Fundament zu stellen. Hard-Skills können typischerweise in Seminaren, Trainings und Schulungen gelernt werden.

Soft-Skills wie das Einhalten von Zugehörigkeit, Anerkennung, Wertschätzung, Respekt… erhalten wir normalerweise von unseren Eltern und Vorbildern. Das stärkt das System und sorgt für geballte Power im StartUp. Doch nicht immer ist alles „heile Welt“ und Konflikte können unbeabsichtigt entstehen. Um dies zu verhindern und die emotionalen Konflikte wieder aufzulösen, kann System Empowering mit seinen Elementen wie: Systemgesetze, SystemCheck, PowerCode, usw. genutzt werden.

Das Fundament eines StartUps bildet somit die Systemgesetzebene, denn dort entsteht die meiste Power als Grundvoraussetzung, um Hard-Skills korrekt einzusetzen.

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