Nachhaltigkeit durch System Empowering – Gefühlsarbeit mit dem Basisgefühl und dem Denkgefühl

Um nachhaltig Veränderungen und Ziele zu erreichen, ist es entscheidend, die Ursachen zu finden und diese aufzulösen. Sind die Ursachen bei den Vorfahren und deren Systemgesetzverletzungen und bei selbsterlebten Systemgesetzverletzungen zu finden, so speichern sich diese als Basisgefühle ab. Das Denken und die daraus entstehenden Denkgefühle können diese Verletzungen durch ein Umdenken oder Vergeben, Verzeihen und Versöhnen nicht auflösen. Die Ursache ist nämlich nicht das Denken, sondern die erlebten ungelösten Systemgesetzverletzungen.

unstimmig stimmigDeshalb arbeiten wir im Coaching und der Mediation mit der Genea- und Empowering-Methode und den Basisgefühlen. Auch wird das Denken genutzt, indem beispielsweise die Großeltern als Paar angeschaut werden oder ein Erlebnis mit einem neuen Verhalten angesehen wird. Dieses erzeugt neue Denkgefühle. Jedoch reicht das nicht aus. Deshalb wird immer der Abgleich zwischen dem Basisgefühl und dem Denkgefühl vorgenommen. Nur wenn es sich stimmig anfühlt, kann eine nachhaltige Veränderung stattfinden. Ist es nicht stimmig, kann es sich trotzdem kurzzeitig besser anfühlen als vorher. Es ist jedoch nicht nachhaltig, da nicht die Ursachen bearbeitet wurden. Es ist dann so wie bei der Entscheidung, etwas zu kaufen und es hinterher zu bereuen.

Genea- und Empowering-Methode im Vergleich zur Transformationstherapie TT von Robert Betz

Auf der Website von Robert Betz beschreibt er seine Methode der Transformationstherapie, abgekürzt TT, folgendermaßen:

„Eine zentrale Rolle nimmt in der TT das Reisen nach innen ein, auch Rückführungen genannt. Bei diesen Reisen führt und begleitet der Therapeut den Klienten zu Ereignissen der Vergangenheit, die für das Fühlen und Denken des Klienten von großer Bedeutung waren und noch sind.

Von zentraler Bedeutung ist, dass er bei diesem nochmaligen Erleben bereit ist, alle ursprünglich abgelehnten und daher verdrängten Gefühle wie Angst, Wut, Trauer, Ohnmacht, Eifersucht usw. diesmal bejahend zu fühlen und als seine eigene Schöpfung zu begreifen und anzunehmen.

Dieser verwandelnde Akt, diese Transformation von Energiezuständen, ist das Kernelement in der Transformations-Therapie und gibt ihr ihren Namen.

Gefühle sind das Ergebnis von Gedanken und führen gleichzeitig wieder zu neuen Gedanken und Entscheidungen. In emotional belasteten Situationen der Kindheit werden häufig Entscheidungen getroffen, die eine tiefgreifende Wirkung auf den Lebensverlauf des Menschen haben.

Ein wesentliches Element in der TT besteht darin, den Klienten zu motivieren und anzuleiten, all seine Beziehungen zu lebenden oder schon verstorbenen Menschen zu klären, mit denen er im Unfrieden, das heißt energetisch verstrickt ist.

Im Laufe der Ausbildung erfährt der Teilnehmer, dass unsere Ahnen nicht ‚tot’ sind, sondern ein hohes Interesse daran haben, von den heute Lebenden gesehen, gewürdigt und nicht weiter ausgeschlossen zu werden.

Ebenso nehmen auch die ungeklärten, meist in hohem Maße verstrickten Beziehungen zu den Ahnen in der Arbeit der TT und während der Ausbildung einen angemessenen Raum ein. Wir sind nicht nur biologisch, sondern auch psychisch/seelisch in hohem Maße mit unseren Ahnen verbunden und verstrickt. Dies betrifft nicht nur die Großeltern-Generation. Alle Erfahrungen aller Männer und Frauen, die vor uns gelebt haben und aus deren Stamm wir abstammen, sind tief in unseren Zellen gespeichert. Im Unterschied zu Familienaufstellungen werden Ahnen wie Nachkommen in dieser Arbeit gleichermaßen befreit und können – jeder auf seiner Ebene – den eigenen Entwicklungsweg in Frieden weitergehen.

Das besondere Anliegen der TT ist es, dass wir alle wieder zum selbstbewussten, verantwortlichen und verantwortungsvollen Schöpfer unserer eigenen Wirklichkeit werden und aufhören, Opfer zu spielen, indem wir andere – allen voran unsere Eltern – für unser Schicksal verantwortlich machen“, soweit das Zitat von Robert Betz.

Die vier wesentlichen Unterschiede der Transformationstherapie zum System Empowering (Genea- und Empowering-Methode)

1. Gefühle wie Angst, Wut usw. sind keine Schöpfung meines Denkens, sondern folgen aus Systemgesetzverletzungen. Ich kann durch das Denken beispielsweise durch Verzeihen, Vergeben oder Entschulden diese Basisgefühle unterdrücken und sie nicht mehr fühlen. Die eingefrorene Energie von Wut, Angst usw. bleibt jedoch. Wird dieser Deckel des Denkens aufgehoben, so kommen diese Gefühle sofort wieder hoch.

2. Es ist nicht sinnvoll, die verdrängten Gefühle wie Angst, Wut usw. bejahend zu fühlen, denn dann tut es nochmal weh. Sind die Eltern Verursacher dieser Gefühle, so geht es darum, dass sie ein starkes Paar werden und dann das Leid sehen und die Wut nehmen. Unser Ansatz ist, nicht nochmal in die erlebten Gefühle wie Angst, Wut usw. zu gehen, sondern soweit auf der Zeitlinie bis zu einem Punkt zurückzugehen, wo es noch gut war (ausgeglichen kraftvolle Paare ++ ++) und von dort alle Systemgesetzverletzungen aufzulösen, durch alle Generationen hindurch. In der Empowering-Methode arbeiten wir auch damit, die Person nicht nochmal assoziiert in die damals erlebten Gefühle zu schicken, sondern dissoziiert das Geschehen anzuschauen, so dass ein neues Erleben entstehen kann.

3. Davon zu sprechen, dass Opferrollen gespielt werden und die Eltern nicht mehr verantwortlich gemacht werden sollen, ist für mich eine Verschiebung der Verantwortung. Natürlich sind die Eltern und deren Vorfahren für mich verantwortlich und auch für die erlebten Systemgesetzverletzungen. Jedoch muss weit genug bei den Vorfahren zurückgegangen werden, damit die Paare gefunden werden, bei denen es noch gut war. Dieses wird jedoch oft nicht konsequent genug gemacht. Das bedeutet, dass dann nicht alle Systemgesetzverletzungen mit dem dazugehörigen Leid, Angst, Wut usw. aufgelöst werden können. Dann bleibt nur der Weg, diese Gefühle zu „transformieren“, was aber zu einer Signalverschiebung und negativen Auswirkungen führen kann (s. Ökologie).

4. Ein Klient von mir wendete die Methode von Robert Betz an und wandelte sein Gefühl von Wut in Frieden um. Danach ging es ihm eine gewisse Zeit besser, jedoch hielt dieses Gefühl nicht lange an und er bekam die alten Gefühle wieder. Es war ein Auf und Ab. Für mich ist dies eine Bestätigung dafür, dass Wut sich nur dann für immer auflöst, wenn es vom ausgeglichen kraftvollen Verursacher zurückgenommen wird und er vorher das Leid sehen und anerkennen kann.

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