System Empowering

Unsere Arbeit bezeichnen wir als System Empowering. 

Durch System Empowering im Rahmen von Coaching, Mediation, Ausbildung, Führungsthemen, Teamentwicklung oder Unternehmensnachfolge unterstützen wir Menschen und Organisationen, ihre Power zurück zu erhalten. Get the POWER back! Für Erfolg im Business, Gesundheit und Beziehungs – Glück.

Systeme sind für uns Paare, Familien, Teams, Organisationen, Unternehmen und auch jede Einzelperson mit ihren Vorfahren.

Systeme sind stabil, gesund und erfolgreich, wenn genügend Energie, Kraft, Vertrauen, Motivation vorhanden sind.

Grundlage für diese Power sind die Systemgesetze wie z.B. Zugehörigkeit, Wertschätzung und das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen. Werden die Systemgesetze verletzt, werden die Entwicklung und das Potential des Systems gestört. Die Kommunikation der Betroffenen verschlechtert sich. Gesundheitliche Probleme, Ängste, Demotivation oder Stress sind die Folge.

System Empowering im Vergleich

System Empowering ist unsere Weiterentwicklung von verschiedensten Methoden wie NLP, klassische Mediation, Supervision, Business Coaching, Systemische Beratung, Aufstellungsarbeit u.a.

In den folgenden Erklärvideos stellen wir jeweils eine Methode vor, deren Anwendungsgebiete und welche positiven Wirkungen sie haben. Dann zeigen wir die Grenze der jeweiligen Methode auf und die Erweiterung durch das System Empowering.

Klassische Mediation und System Empowering

NLP und System Empowering

Transformationstherapie und System Empowering

Gewaltfreie Kommunikation und System Empowering

Systemgesetzverletzungen 

Damit das System seine Power wieder oder erstmals erlangen kann, wenden wir die Genea- und Empowering- Methode an.

Hiermit lösen wir Systemgesetzverletzungen (Konflikte) zwischen Gruppen, Einzelpersonen und auch bei den Vorfahren auf, so dass das System durch dieses Empowering ein starkes Fundament für eine positive Zukunft erlangt.

Wir waren und sind auf der Suche nach wirkungsvollen Methoden, die die Ursachen für Probleme und Signale nicht nur aufdecken, sondern auflösen. Natürlich auch, um sie auf uns selber anzuwenden.

Außerdem haben wir den Grundsatz, dass einmal erlebtes Leid nicht noch einmal bei der Bearbeitung erlebt werden muss. Unser Vorgehen besteht darin, zeitlich dort zu beginnen, wo es noch vor der Ursache gut war, wo noch alle Ressourcen zur Verfügung stehen. Das gilt auch für die Konfliktlösung / Mediation.

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Viele verschiedene Methoden und unsere über zwanzigjährige Erfahrung fließen in das System Empowering ein.

Unsere Haltung im Coaching, Mediation, Ausbildung, Teamentwicklung und der Unternehmensnachfolge

Wir gehen davon aus, dass jede Veränderung nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile mit sich bringt.

Diese gilt es zu beachten, damit die Veränderung nicht später bereut wird. Dafür wenden wir in unsere Arbeit vier Fragen an.

Wofür wünschen Sie sich Power?

Wo fehlen Ihnen Vertrauen und Klarheit?

Mit System Empowering bearbeiten wir die Ursachen für verschiedenste belastende Lebensthemen, so dass sich Blockaden auflösen und neue Power und Urvertrauen entstehen können. Wir setzen System Empowering in unterschiedlichen Kontexten ein und erleben jeden Tag aufs Neue die Wirkung bei Einzelpersonen, in Familien, Teams und Gruppen, die durch diese Methode gestärkt werden.

Wir präsentieren hier beispielhaft einen Überblick über die Themen, die wir mit unseren Klienten erfolgreich gelöst haben.

Erfolg im Business und weg von Problemen
Schwierige Unternehmenskultur, Laufen in der Tretmühle, Konflikte unter Geschäftspartnern, Verzettelung, Unklarheit in der Unternehmensgründung, Kritikgespräche, vergiftete Aufträge, Unternehmensnachfolge scheitert, Konflikte PR/ BR mit GL, Konflikte im / mit Team, innere Kündigung, Mobbing, Wiederstände in Change Prozessen / Veränderungen, zu schwache / harte Führungskraft, …

Gesundheit und weg von Krankheit
Allergien, Krebs, Autoimmunerkrankungen, Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), Rauchen, Übergewicht, Rückenprobleme, Schlafstören, Schmerzen, …

Selbstverwirklichung und weg von Identitätsproblemen
Zu wenig Männlich- bzw. Weiblichkeit, Orientierungs- und Visionslosigkeit, Identitätssuche (wer bin ich / wer sind wir), Stagnation im Leben, Probleme bei der Partnerschaftssuche, …

Selbstvertrauen und weg von Ängsten
Prüfungsangst, Phobien, Traumata, zu wenig Selbstvertrauen, Ängste im allgemeinen, Energielosigkeit, Depressionen, Burnout, Existenzangst, Bindungs- und Verlassenheitsangst, …

Harmonie in Beziehungen & Familien und weg von Konflikten
Erziehungsprobleme, Konflikte bei Paaren und Ehepartnern, Probleme in der Patchwork-Familie, Kenntnis, dass Familienmitglieder und Freunde leiden, vergifteter und verbrannter Platz, …

Vision online verbreiten und weg von Frustration
Web Entwicklung, Affiliate Marketing, Webinare, Social Media, SEO, Sales Funnels, Paid Ads (bezahlte Werbung), Mitgliederbereiche, Landing Pages, Kampagnenmanagement, E-Commerce, Content Konzeption, Migrationen, Sales Prozesse, Marketing-Automatisierung, API Anbindungen

StartUps / Unternehmen in der Gründungsphase 

Keine klare Vision, Mission, Strategie; Systemgesetzverletzungen (Konflikte, zu wenig Führungsstärke und Selbstvertrauen) bremsen die Vision aus, unklare Online-Vermarktungs-Strategie

Unternehmen, die noch wenig Onlinemarketing umgesetzt haben

Unsicherheit und Angst vor Digitalisierung 4.0; Frust über fehlende Verbreitung der Vision / Produkte / Dienstleitung; zu hohe Werbeausgaben für zu wenig Erfolg; zu wenig Wachstum, aufgrund geringer Kundengewinnung über die Webseite / Online; Überforderung durch zu viele Digitalisierungs-Angebote (Agenturen, Freelancer, Werbeanbieter)

Unternehmen, die ihr Onlinemarketing automatisieren wollen 

Zu viel Arbeit und Zeiteinsatz für den finanziellen Erfolg (keine Marketing-Automatisierung); Überforderung durch steigende Online-Marketing Anforderungen; hoher Zeitaufwand für erklärungsbedürftige Produkte oder Dienstleistungen; zu wenig Kundenbindung; schwieriger Vertrauensaufbau potentieller Kunden; zu langsame Reaktionszeiten und fehlerhafte Reaktionen auf Kundenanfragen

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Hinweis

Die oben stehenden Themen haben wir gemeinsam mit Klienten in Coachings und Mediationen durch das System Empowering persönlich aufgelöst. Erfahrung und Können sind dabei eine wichtige Grundvoraussetzung. Es ist am Anfang eines Coachingprozesses keine verbindliche Aussage über Zeitspanne und Kosten zum Auflösen eines Themas möglich, denn jedes System ist individuell. Lassen Sie sich dazu von uns professionell beraten, welche Schritte in Ihrer Situation angezeigt sind.

Workshop

Zum Kennenlernen der Coaching Ausbildungen: Zwei Tage System Empowering – konkret in der Gruppe erleben

Lernen Sie bei uns an zwei Tagen die modernsten Methoden aus Selbstcoaching und Konfliktlösung und unser erfolgreiches „System Empowering“ kennen. Dadurch erhalten Sie einen Überblick über die beiden Ausbildungen. Sie haben die Gelegenheit, Ihre persönlichen Themen und Fragestellungen einzubringen, nehmen neue Lösungsansätze mit nach Hause und erleben neue Power durch das System Empowering!

Inhalte:

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Grundlagen des System Empowering

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Die 7 Ebenen des System Empowerings kennenlernen

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Negative Auswirkungen bei Zielsetzungen beachten und integrieren (SystemCheck)

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Die Wirkung der Systemgesetze in der Persönlichkeitsentwicklung und in Konflikten

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Wann war es noch gut? Der lösungsorientierte Blick in die Vergangenheit: Lösen Sie die wahren Ursachen für Blockaden!

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Signale des Unbewussten nutzen und endlich stimmige Entscheidungen treffen!

Die erworbenen Kenntnisse können im persönlichen Coaching, unserem OnlineKurs EOC 2.0 oder unserer Ausbildung zum „Expert of Communication EOC“ und zum „System Empowerer“ vertieft werden.

Ort: Schlüterstraße 14, 20146 Hamburg

 

Wir freuen uns über Ihre Fragen und Anmeldungen an anmeldung@hanseatisches-institut.de oder 040 441 40 343.

Methoden des System Empowerings

Systemgesetzverletzungen entstehen in der Regel aus einer positiven Absicht – auf der Sachebene oder sogar auf der Systemgesetzebene. Die daraus resultierende Auswirkung und Verletzung auf der Systemgesetzebene aufzudecken und dann auszusprechen, dass diese nicht beabsichtigt war, wirkt Wunder.

Hierfür ein typisches Beispiel: Ein Paar hat sich zu einer festen Zeit verabredet. Dem Partner B kommt etwas dazwischen, beispielsweise trifft er eine ihm wichtige Person, so dass er nicht pünktlich zur Verabredung kommt. Der andere Partner A fühlt sich schlecht und übergangen und weniger wert. Wie kann nun eine optimale Kommunikation zur Auflösung der Systemgesetzverletzungen aussehen?

Optimales Konfliktlösungs-Gespräch

1. Partner A spricht B darauf an: „Wir hatten eine feste Verabredung, und du warst nicht zur verabredeten Zeit da. Ich fühle mich schlecht und habe ein Grummeln im Bauch.“

2. Partner B sieht und fühlt die Verletzung bei A und sagt dann zu A: „Oh, es war nicht meine Absicht, dass du dich schlecht fühlst und ein Grummeln im Bauch hast. Es tut mir Leid.“ Wenn vorher keine Verletzungen beim Paar vorlagen, so kommt diese Aussage mit der entsprechenden ehrlichen Haltung beim Partner an und die Verletzung ist aufgehoben.

3. Gemeinsam sucht man nun nach Lösungen und Wegen, damit so etwas nicht mehr passiert.

Wie Sie sehen, sind für die Auflösung nur wenige Worte nötig. Auch wird keine Rechtfertigung gegeben.

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Nun drei typische Gespräche, wie es nicht gemacht werden sollte, denn das führt zu einer Eskalation oder Resignation.

1. Partner A spricht B mit einem vorwurfsvollen Ton an: „Wir hatten eine feste Verabredung und du warst nicht da. Warum?“

2. B fühlt sich angegriffen und verteidigt sich: „Ich habe einen Geschäftskunden getroffen, und der war mir sehr wichtig.“

3. Partner A fühlt sich noch mehr verletzt, da der Geschäftskunde wichtiger war als A: „Du hättest mit ihm einen neuen Termin abmachen können und ihm sagen können, dass du mit mir eine Verabredung hast.“

4. B fühlt sich noch mehr in die Ecke gedrängt und reagiert auf diesen Vorwurf mit Gegenangriff oder mit Rückzug, also Resignation.

Das Gespräch befindet sich verbal auf der Sachebene und gefühlsmäßig auf der Systemgesetzebene. B hatte eine positive Absicht hinter seinem Verhalten, denn er hat für sich das Beste in dem Moment gemacht. Wenn A nun nach dem Grund des Verhaltens von B fragt, so führt es oft zu einer weiteren Verletzung oder es kommt als Rechtfertigung an. B fühlt sich angegriffen, und das Gespräch eskaliert.

In diesem Gespräch hat A dazugelernt und weiß, dass es nicht sinnvoll ist, nach den Gründen, beispielsweise mit „Warum“, zu fragen. Außerdem weiß A, dass sie ihre Gefühle aussprechen soll. Trotzdem kommt es zu einer Eskalation im Gespräch.

1. Partner A spricht B darauf an: „Wir hatten eine feste Verabredung und du warst nicht zur verabredeten Zeit da. Ich fühle mich verletzt, weil du mich ausschließt.“

2. B hört einen Vorwurf oder eine Unterstellung und reagiert mit Gegenangriff oder Verteidigung. Warum?

Der Satz: „Ich fühle mich verletzt, weil du mich ausschließt“ ist eine Interpretation von A und dadurch ein Vorwurf. A weiß nicht, ob B sie wirklich ausschließen wollte und ob es sich um Absicht von B handelte. Normalerweise hat B nicht die Absicht, A auszuschließen. Hätte A gesagt: „Ich fühle mich ausgeschlossen.“, so hätte sie nur über sich und ihre Gefühle gesprochen, keinen Vorwurf gemacht und B keine böse Absicht unterstellt. B hätte dann auf ihr Gefühl eingehen können und es wäre zu einer Auflösung gekommen.

In diesem Gespräch weiß A nun genau, wie sie es ausdrücken muss und macht es auch richtig.

1. Partner A spricht B darauf an: „Wir hatten eine feste Verabredung und du warst nicht zur verabredeten Zeit da. Ich fühle mich schlecht und habe ein Grummeln im Bauch.“

2. Partner B sieht und fühlt die Verletzung bei A und sagt: „Oh, es war nicht meine Absicht, dass du dich schlecht fühlst und ein Grummeln im Bauch hast. Es tut mir Leid.“ Bis hierher hat B es auch richtig gemacht. Hört aber B an dieser Stelle nicht auf zu reden, so kann er das Gespräch zum Kippen bringen. Spricht B nach dem „Es tut mir Leid“ sofort weiter, in dem er seine positive Absicht und seine Gründe mitteilt, so kommt dieses als Rechtfertigung bei A an.

3. Was B A nicht sagen darf: „Es tut mir Leid. Ich will dir nur kurz erklären, warum ich zu spät gekommen bin. Ich habe eine Geschäftskunden getroffen, und der war mir sehr wichtig. Du weißt, zukünftige Geschäfte. Es ist ja auch wichtig für uns als Paar.“ Dadurch wird die Wirkung von „Es tut mir Leid“ aufgehoben, und A fühlt sich wie im ersten missglückten Gespräch verletzt, da weniger wertgeschätzt. Es kommt dann zu einer Eskalation oder Resignation.

Zusammenfassung
 
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Wichtig:

Die Frage nach Gründen, Vorwürfe, Unterstellungen oder Rechtfertigungen wirken eskalierend. Bleiben Sie im Gespräch bei sich und auf der Gefühlsebene, so kann der Partner die Sachebene verlassen und auch auf die Gefühlsebene gehen.
 

Ablauf von Systemgesetzverletzungen

Was passiert bei einer Systemgesetzverletzung mit dem Menschen?

Wird jemand ausgeschlossen, nicht respektiert, ist es ungerecht oder einer drängelt sich vor, so gibt es einen Ablauf von vier Schritten, der bei dem Verletzten passiert.

  1. Basisgefühle I: Zuerst entsteht ein verletztes Basisgefühl I. Typische Beschreibungen von verletzten Basisgefühlen sind Bauchweh, Muskeln spannen sich an, weiche Knie, Zittern, Druck im Magen, heiß, kalt, Tränen schießen in die Augen, Zittern, Herzklopfen, etc. …

Je nach Stärke der Verletzung sind diese Gefühle stärker oder schwächer. Fast jeder kennt ein nicht so starkes Gefühl, wenn sich jemand im Straßenverkehr vordrängelt.

  1. Basisgefühle II: Kurz danach (oft nur eine Sekunde später) entsteht das Basisgefühl II, nämlich Ärger oder Wut.
  1. Denken: Erst nachdem die Basisgefühle entstanden sind, fängt die Person an, über die Verletzung nachzudenken. Es wird interpretiert und geschlussfolgert, je nachdem, welche „Brille“ die Person schon trägt.
  1. Denkgefühle: Dieses Nachdenken und Interpretieren erzeugt ein Gefühl, welches ich Denkgefühl nenne. Es steht in direkter Wechselwirkung zum Denken. Diese Denkgefühle werden oft folgendermaßen beschrieben: Ich fühle mich übergangen, nicht respektiert, es ist ungerecht …

Denken und Denkgefühle – die Interpretationsschleife/„Brille“

Die Interpretationsschleife ist ein Erklärungsmodell dafür, wie eine Kommunikation oft abläuft, und welche inneren Dynamiken und Rückkopplungsschleifen auftreten können. Treten Systemgesetzverletzungen auf, so ist diese Interpretationsschleife intensiver.

 Die reflexive Schleife (Rückkopplung):

Meine Überzeugungen und Schlussfolgerungen beeinflussen, welche Daten ich beim nächsten Mal auswähle und wie ich sie interpretiere.

Ein Beispiel: In einem Meeting oder Vortrag gähnt jemand

  1. Auswahl der Daten: Ein Teilnehmer gähnt.
  1. Interpretation: Desinteresse oder Langeweile (mögliche andere typische Interpretationen wären: Sauerstoffmangel oder der Teilnehmer ist müde)
  1. Denkgefühle: Ärger, Angst
  1. Schlussfolgerungen und Überzeugungen: Entweder: Ich bin nicht gut genug, ich langweile ihn – wenn ich es auf mich beziehe. Oder: Der andere ist d…, der ist immer so usw. – wenn ich es auf ihn beziehe.
  1. Handlung aufgrund der entwickelten Überzeugungen: Entweder werde ich rot, strenge mich mehr an oder ich werde aggressiv oder ich wende mich von der anderen Person ab.
  1. ist wieder 1. – Es werden neue Daten ausgewählt (Rückkopplungsschleife, da die Überzeugungen auch die Datenauswahl beeinflussen). Schaut der andere dann aus dem Fenster oder schreibt in seinem Notizbuch, so wird die „Brille“ bestätigt: Ich bin so oder der ist so.

Dass der andere sich vielleicht aus Interesse heraus Notizen gemacht hat oder zum Verarbeiten des Gehörten aus dem Fenster schaut, kann nicht mehr gedacht werden.

Ein Leben ohne zusätzliche Deutungen oder Schlussfolgerungen ist nicht möglich, denn Interpretationen dienen z.B. dazu, in Bruchteilen von Sekunden festzustellen, ob eine Gefahr droht oder nicht.

Es ist aber wichtig zu wissen, dass man interpretiert, dass das nicht die Realität sein muss, sondern sie auch anders sein kann.

Interpretation versus Wahrnehmung

Die Interpretation ist nicht die Wahrnehmung, denn sie ist gefiltert.
Was haben Sie objektiv beobachtet?

Wie würde es eine Videokamera aufnehmen?

enn Sie die nebenstehende Person betrachten, was nehmen Sie wahr?

Im Allgemeinen erhalte ich folgende Antworten: Sie ist nachdenklich, verschlossen, in sich gekehrt oder zielgerichtet.

Diese Antworten sind keine Wahrnehmungen, sondern Interpretationen. Jeder hat seine eigenen Interpretationen, und passen sie nicht zu dem Gegenüber, so lässt sich darüber streiten. Über eine Wahrnehmung jedoch nicht.

Also wie lautet eine Wahrnehmung?

Sie sitzt, ihr Oberkörper ist um ca. 15 Grad nach vorne gebeugt, ihre Hände berühren sich, ihre linke Hand ist nach rechts gebeugt und berührt ihr Kinn…

Aufgabe: Fertigen Sie eine Tabelle an und schreiben Sie in der linken Spalte typische Interpretationen von Ihnen, wie Sie andere beschreiben. In die mittlere Spalte setzen Sie Ihre Wahrnehmung. Notieren Sie in der rechten Spalte mögliche weitere Interpretationen.

Aus dieser Aufgabe wird Ihnen vielleicht deutlich, wie gefährlich es ist, aus einer Körperhaltung eine bestimmte Schlussfolgerung zu ziehen. Fragen Sie sich bzw. Ihren Klienten: „Wie könnte eine andere Interpretation oder Schlussfolgerung aussehen?“

  1. Oft gibt es nur eine Interpretation. Stellen Sie sich/Ihren Klienten deshalb die Frage:
    Könnte es auch anders sein?
    Wie könnte eine andere Interpretation lauten?

    Finden Sie eine gegensätzliche Interpretation. Gähnt z.B. ein Zuhörer, so bedeutet das nicht unbedingt, dass der Zuhörer sich langweilt. Es könnte auch sein, dass er schlecht geschlafen hat oder dass Sauerstoffmangel im Raum herrscht.
  2. Bearbeiten Sie Ihre Überzeugungen, Glaubenssätze und Schlussfolgerungen, indem Sie sie erst einmal aufdecken und dann verändern. Es gibt Überzeugungen, die sich leicht ändern lassen und andere, die nur im Coaching verändert werden können.

Die Denkgefühle lassen sich durch ein verändertes Denken, beispielsweise eine andere Interpretation der Sachlage, beeinflussen, die entstandenen Basisgefühle werden dadurch jedoch nicht aufgelöst.

Die Basisgefühle sind die tieferliegenden Gefühle, die vorhanden sind, wenn nicht gedacht wird.

Gerne laden wir Sie zu einem unserer Informationsabende in Kiel oder Hamburg ein. Sie finden die aktuellen Termine unter Veranstaltungen & Termine. Oder Sie vereinbaren mit uns ein unverbindliches persönliches Gespräch.

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