SystemEmpowering, um Systeme voller Power aufzubauen und zu erhalten

Systeme sind für uns Paare, Familien, Teams, Organisationen, Unternehmen und auch jede Einzelperson mit ihren Vorfahren.

SystemEmpowering und Systemgesetze

Grundlage für genügend Power im System sind die Beachtung und Einhaltung der zehn Systemgesetze wie z.B. Zugehörigkeit, Wertschätzung und das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen.

Werden die Systemgesetze verletzt wie Ausschluss, fehlender Respekt, Ungerechtigkeit, wird die Entwicklung und das Potential des Systems gestört. Die Menschen bekommen Angst, werden wütend und fühlen sich insgesamt schlecht. Dadurch verschlechtert sich die Kommunikation der Betroffenen. Konflikte, Demotivation, Stress oder / und gesundheitliche Probleme sind die Folge. 

SystemEmpowering Mediation

Im Video werden die drei Konfliktlösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Kompromiss als erste aber nicht beste Möglichkeit. Der Konsens ist das Optimum, was sich jedoch nur erreichen lässt, wenn keine Systemgesetzverletzungen vorliegen.

Konsens ist nur bei intakter Systemgesetzebene möglich

Ist die Systemgesetzebene verletzt, so wird auf der Sachebene der Kompromiss oder Vergleich gesucht. Glücklich ist damit keiner und die Beziehungsebene wird dadurch auch nicht besser.

SystemEmpowering Coaching und Mediation zur Herstellung des Fundaments

Die Systemgesetze als Fundament

Die Entwicklung eines System kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden.

Ist jedoch die Systemgesetzebene verletzt (Systemgesetzverletzungen), wirkt sich dies auf die darüberliegenden Ebenen (Vision, Identität, Überzeugungen, Fähigkeiten, Verhalten und Umgebung) aus.

Kommunikationsmodell nach Dr. Bischop

Die Systemgesetzebene ist das Fundament der Kommunikation. Treten Systemgesetzverletzungen auf, wirkt sich dies negativ auf die Beziehungs- und Sachebene aus.

Durch System Empowering verhindern wir emotionale Verletzungen in einem System und lösen diese bei Bedarf wieder auf.

Dadurch erhalten bzw. bringen wir die Power ins System (zurück) und sorgen für die Erhaltung, wodurch Ur-Vertrauen entsteht.

Ablauf von Systemgesetzverletzungen – Basisgefühle 

Tritt eine Systemgesetzverletzung auf, so entsteht als erste Reaktion ein schlechtes Gefühl wie Anspannung, Druck im Magen, Unstimmigkeit, Herzklopfen, … Gleich darauf entsteht Aggression, Ärger oder Wut. Diese Gefühle entstehen sofort, ohne dass darüber nachgedacht wird. Deshalb nennen wir sie Basisgefühle (Gefühle unabhängig vom Denken).   

 

Ablauf von Systemgesetzverletzungen – Denken und Denkgefühle   

An dritter Stelle wird darüber nachgedacht, was da gerade passiert ist. Je nachdem, wie die Person geprägt ist und welche „Brille“ sie aufhat, wird sie das Ereignis einsortieren. Dieses Denken (Interpretieren / Schlussfolgern) erzeugt an vierter Stelle ein körperliches Gefühl, das wir Denkgefühl nennen, da es durch das Denken entsteht und sich durch Denken verändern lässt. 

Wird diese Systemgesetzverletzung nicht aufgelöst, kommt es unbewusst oder sogar bewusst zu einer Rückverletzung.

 

Angst und Krankheit als Folge  

Die Basisgefühle wie Leid, Trauer, Angst und Wut lassen sich durch das Denken nicht auflösen. Deshalb bleiben diese Basisgefühle im Menschen gespeichert und rauben Energie. Menschen probieren dann, sich vor diesen aufgestauten Gefühlen zu schützen.

Wird die Wut unterdrückt (gedeckelt), so führt es einerseits dazu, dass der Mensch im Verhalten zu weich wird und andererseits sind oft Verspannungen, Krankheiten oder Depressionen die Folge.

Werden die Basisgefühle Leid, Trauer und Angst gedeckelt, so Verhalten sich diese Menschen zu hart (jeder bekommt von der Wut etwas ab) oder cholerisch. Zum Unterdrücken werden oft Süchte genutzt.

Normalerweise pendeln die Menschen zwischen zu hart und zu weich hin und her, denn der Deckel/die Unterdrückung lässt sich nicht permanent aufrecht erhalten.   

Systemgesetzverletzungen auflösen 

Wir haben den PowerCode zum Auflösen von Systemgesetzverletzungen über Jahre entwickelt. Es sind fünf Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Die Verursachenden Personen müssen bekannt sein
  • Es war mal gut genug zwischen den Personen
  • Die Personen haben zum Zeitpunkt der ersten Systemgesetzverletzung noch genügend Power (keine großen abgedeckelten Gefühle)
  • Es wird sprachlich richtig die Verletzung angesprochen und aufgelöst
  • Das Denken / das Denkgefühl (Brille) kann verändert werden

Unter Anleitung lassen sich damit auch komplizierte und Jahre alte Konflikte und Systemgesetzverletzungen auflösen. Dadurch lösen sich dann die Wut, Angst usw. auf, der Deckel zum Unterdrücken wird nicht mehr gebraucht und die alte Power kommt zurück.  

Zum Auflösen von Systemgesetzverletzungen werden fünf Voraussetzungen gebraucht - der PowerCode

Am Beispiel einer Unternehmensnachfolge eines Familienunternehmens wird das konkrete Vorgehen vorgestellt. Im ersten Schritt lösen der Senior/Vater und der Nachfolger/Sohn die Systemgesetzverletzungen Face to Face zwischen sich auf.

Im zweiten Abschnitt wird dieses Vorgehen übertragen auf die innere Arbeit - falls der Senior nicht mitmacht / mitmachen kann, so hat der Sohn die Möglichkeit, die Verletzung aufzulösen.

Im dritten Abschnitt wird das Vorgehen beschrieben, wenn der Vater im Krieg Systemgesetzverletzungen erlebt hat (Angst, Wut) und deshalb die Verletzung bei seinem Sohn nicht auflösen kann, wie der Vater diese emotionale Kriegsverletzung auflösen kann.

Im vierten Abschnitt wird dieses Vorgehen übertragen auf den Sohn, falls der Vater nicht mitmacht / mitmachen kann.

Es werden dafür fünf Voraussetzungen gebraucht:

  • Es war mal gut genug / neutral
  • Die verursachenden Personen sind bekannt
  • Beide sind stark / ausgeglichen kraftvoll genug
  • Sprachlich richtiges Vorgehen
  • Neue Brille 

In unserem ersten Beispiel der Face to Face Auflösung werden Vater und Sohn aufgefordert, sich an den Zeitpunkt zu erinnern, wo es noch gut war. In dem hier vorgestellten vereinfachten Beispiel können beide den Zeitpunkt finden.

Zu zweit (Face to Face) Systemgesetzverletzungen auflösen

Der Senior/Vater und der Nachfolger/Sohn haben seit der Kindheit oder Jugendzeit Stress miteinander. Trotzdem soll der Sohn das Unternehmen übernehmen. Der Sohn litt darunter, dass der Vater das Unternehmen über die Familie gestellt hat.

Die Konflikte und Gefühle sind immer mal wieder eskaliert. Dann haben sie auf der Sachebene Dinge geklärt und sich vorgenommen, respektvoll miteinander umzugehen. Die tieferliegenden Basisgefühle wie Trauer, Angst und Wut wurden jedoch aus Unwissenheit nicht aufgelöst, weshalb diese immer wieder hervortraten.

Es geht darum, diese verletzten Basisgefühle aufzulösen.

Der Verursacher der allerersten Systemgesetzverletzung ist der Vater, der dem Sohn sagt, dass das Unternehmen wichtiger sein muss als die Familie. Nur so könne er das Unternehmen übernehmen.

Das hat den Sohn traurig gemacht, er hat sich schlecht gefühlt und gleichzeitig ärgerlich und wütend (Basisgefühle).

Sind der Vater und der Sohn zum damaligen Zeitpunkt ausgeglichen kraftvoll genug, so kann zum sprachlich richtigen Auflösen gegangen werden.

Oft führen Kriegserlebnisse, die Systemgesetzverletzungen sind, zu bleibenden Ängsten oder unterdrückte Ängste und Wut, weshalb der Vater nicht mehr ausgeglichen stark genug ist. Dieses zeigt sich darin, dass er zu hart ist, seine Gefühle unterdrückt. Im dritten Beispiel zeigen wir das Vorgehen, wie diese Systemgesetzverletzungen aufgelöst werden, damit der Vater wieder ausgeglichen kraftvoll genug wird.

Das sprachlich richtige Vorgehen besteht darin, dass der Sohn aus dem Zustand, dass noch alles gut ist (also gedanklich an den Zeitpunkt denkt, wo noch alles gut ist / vor der ersten Verletzung) seinem Vater sagt, was der Vater getan hat (Unternehmen wichtiger als Familie) und dann sein verletztes Basisgefühl beschreibt / zeigt (traurig und schlecht gefühlt).

Sind die Voraussetzungen bis hierher gegeben, so gibt es immer wieder die gleiche Reaktion vom Verursacher, nämlich er nicht wusste, dass seine Aussage solche Gefühle ausgelöst hat, dass er dass nicht wollte, nicht seine Absicht war und es ihm leid tut. Hier überprüfen wir, ob dass beim Sohn ankommt und sich sein Leid (traurig, schlechtes Gefühl) auflöst.

Wenn ja, so übernimmt der Vater seinen Anteil der Verantwortung für den Ärger / die Wut, die beim Sohn entstanden ist.

Damit die erste Systemgesetzverletzung komplett aufgelöst wird, ist es wichtig, dass die verursachende Person, hier der Vater noch sagt, wie er sich verhalten hätte, damit es nicht zu den verletzten Basisgefühlen kommt. Kann er sagen, dass das gemeinsame Wohlergehen am wichtigsten ist, so kann sich die alte Brille des Sohnes in eine neue Brille verwandeln.

Kann der Vater kein anderes verhalten benennen, so liegt es oft daran, dass bei ihm selbst Verletzungen vorliegen, die ihn so geprägt haben. Beispielsweise Ängste aus dem Krieg, die ihn bestimmen als Basisgefühl, selbst wenn er weiß, dass das gemeinsame Wohlergehen besser wäre. Dann ist das heir die Stelle, wo erst die Verletzungen des Vaters aufgelöst werden müssen.

Konnte die erste Systemgesetzverletzung komplett aufgelöst werden, indem der Vater das Leid beim Sohn sehen konnte, es ihm leid tat und er seinen Anteil Wut vom Sohn nehmen konnte und der Vater ein neues Verhalten beschreiben konnte und der Sohn das ihm glaubt, so wird von dort alle weiteren gegenseitigen Systemgesetzverletzungen aufgelöst.

Normalerweise hätte es keine Rückverletzung vom Sohn zum Vater gegeben, wenn er nicht vorher verletzt wurde. Diese ist nun aufgelöst, so dass beide sich vorstellen können, dass es keine Rückverletzung gegeben hätte. Jetzt sieht der Sohn das Leid beim Vater, übernimmt seinen Anteil Verantwortung, d.h. Wut vom Vater, wovon der Vater seinen Anteil für die erste Verletzung übernimmt. So können alle Verletzungen bis zur Gegenwart aufgelöst werden, so dass die Unternehmensnachfolge erfolgreich ist und die Familie eine Familie bleibt.

Der Nachfolger löst allein innerlich / gedanklich Systemgesetzverletzungen auf

Wenn der Senior/Verursacher nicht mitmacht oder verstorben ist,
so lassen sich trotzdem die Systemgesetzverletzungen auflösen,
wenn die fünf Voraussetzungen gegeben sind. 

Der Sohn macht innerlich / gedanklich genau das, was oben beschrieben ist. Die Erfahrung zeigt, dass diese Auflösung nur dann erfolgreich ist, wenn die fünf Voraussetzungen vorliegen. Es lässt sich nicht gedanklich mogeln.

Der Nachfolger muss darauf achten, ob seine Gedanken bzw. die Auflösung der Verletzungen stimmig ist. Wenn es unstimmig ist, so sind nicht alle fünf Voraussetzungen gegeben. 

Das Kriegskind löst das Leiden des Krieges bei sich innerlich auf

Der Senior / Kriegskind löst allein innerlich / gedanklich Systemgesetzverletzungen auf

Wenn der Senior (Verursacher) durch eigene Verletzungen nicht in der Lage ist, die Verletzung beim Nachfolger aufzulösen, dann
kann der Senior innerlich seine frühere Verletzung auflösen. 

Auch hier werden die fünf Voraussetzungen gebraucht. 

Der Senior / Vater hat als Kind den Krieg erlebt. Beispielsweise hat er einen Bombenangriff überlebt oder ein Freund ist umgekommen, er hatte Angst zu verhungern oder musste flüchten, so sind bei ihm Ängste, Trauer und Wut entstanden, die er nicht abgearbeitet sondern gedeckelt hat. Außerdem ist daraus die Überzeugung entstanden, dass das Unternehmen wichtiger sein muss als die Familie.

In dem Beispiel ist der Vater als Kind vor dem Krieg ausgeglichen kraftvoll. Dann werden die Kriegsverursacher bzw. Verantwortliche für den Krieg gesucht. Ob es Hitler ist oder Bismarck, der das Kaiserreich wieder eingeführt hat oder noch andere muss herausgefunden werden.

Kriegsverursacher / Kriegsverantwortliche finden, die stark genug sind

Für viele ist Hitler der Kriegsverursacher, der aber oft die Voraussetzung, dass er das Leid sehen und die Wut nehmen kann, nicht erfüllt. 

Hilfreich ist hier das Wissen, dass Hitler im Ersten Weltkrieg an der Front gekämpft hat, selbst durch ein Granatsplitter am linken Oberschenkel verletzt wurde und zum Ende des Weltkrieges einen Giftgasangriff überlebt hat, woran er kurzzeitig erblindet war. Er weiß also aus eigener Erfahrung, was Leid bedeutet. Volker Ullrich schreibt in seinem Buch: Adolf Hitler. Biographie (2013), Bd. 1: Die Jahre des Aufstiegs 1889 – 1939 im Kapitel „Das Schlüsselerlebnis des Krieges“ (1914-1918) darüber. Hitler hat über seinen ersten Fronteinsatz ein Brief geschrieben, der dort auf Seite 69ff zitiert wird. Hitler: „...Links liegen einige Gehöfte die sind jetzt noch besetzt und wir bekom(m)en furchtbares Feuer. Einer nach dem Anderen bricht von uns zusam(m)en (...) 4mal dringen wir vor und müssen wieder zurück, von meinem ganzen Haufen bleibt nur einer übrig außer mir, endlich fällt auch der. Mir reißt ein Schuß den ganzen rechten Rockärmel herunter aber wie durch ein Wunder bleibe ich gesund und heil (...) 3 Tage kämpfen wir so bis endlich am 3ten die Engländer geworfen wurden. (...) In 4 Tagen war unser Regiment von 31/2 tausend Mann auf 600 zusam(m)engeschmolzen. ...“

Konkret ist nun das Vorgehen, dass Hitler mit Hitlers Eltern hinter sich zum Ort der Leidentstehung geht und dort als jüngerer Mann (nicht Hitler 1945) das Leid direkt mit ansieht, was durch ihn als Kriegsverursacher entstanden ist. Ist es nun möglich, dass Hitler und seine Eltern das Leid sehen können, so kann er auch anteilig die Wut, die aus dem durch ihn entstandenen Leid resultiert, nehmen. 

Hitler ist nicht der alleinige Verantwortliche für den Krieg. Deshalb ist es hilfreich, noch weitere Verantwortliche dazu zuholen, damit die Wut besser genommen werden kann. Beispielsweise sind Mitstreiter wie Goebbels, Himmler, Göring oder Generäle, Offiziere, Dorf- oder Stadtbewohner usw.

Auch gilt für die Kriegsverursacher wie für jeden anderen auch, dass er aus positiver Absicht für sich gehandelt hat, aber es nicht die Absicht war (selbst wenn es in kauf genommen wurde), dass soviel Leid bei den eigenen Landleuten entsteht.

Kriegsgegner / Alliierte als Verursacher

Sind noch Alliierte beispielsweise für die Bombardierung von Hamburg oder Dresden mitverantwortlich, so führt man noch zwei weitere Schritte durch. Der erste Schritt ist oben beschrieben, d. h. der Kriegsverursacher sieht das Leid und nimmt die Wut vom Vater als Kind. 

Der zweite Schritt ist, dass der Kriegsverursacher das Leid bei den Alliierten  sieht und deren Wut nimmt.

Erst dann kann der dritte Schritt durchgeführt werden. Jetzt kann der Kriegsgegner / der Alliierte Bomberpilot das Leid beim Vater als Kind sehen und den Teil der Wut nehmen, wofür er verantwortlich ist. Auch gibt der Kriegsgegner einen Teil der Wut wieder weiter zum Kriegsverursacher.

Sind die passenden ausgeglichen kraftvollen Verursacher gefunden, die das Leid, die Angst, die Trauer sehen können und kommt es beim Vater als Kind an, so lösen sich diese Gefühle auf. Nehmen die Verursacher jeweils anteilig die Wut von ihm, so löst sich diese Wut ebenfalls auf und der Vater wird dadurch wieder stärker. Gleichzeitig kann er dadurch seine Überzeugung "Unternehmen ist wichtiger als Familie" umwandeln in "Gemeinsame Wohlergehen ist wichtig".

Der Kriegsenkel löst das Leiden des Kriegskindes innerlich auf und dadurch auch bei sich selbst

Der Sohn / Kriegsenkel löst allein innerlich / gedanklich Systemgesetzverletzungen seines Vaters und danach bei seiner Mutter und sich auf

Wenn der Senior (Verursacher) durch eigene Verletzungen nicht in der Lage ist, die Verletzung beim Nachfolger aufzulösen, dann
kann der Sohn innerlich die frühere Verletzung beim Vater auflösen. 

Auch hier werden die fünf Voraussetzungen gebraucht. 

Das Vorgehen ist wie oben beschrieben. 

Wichtig ist, dass der Sohn nicht in die Schuhe des Vaters steigt und dadurch die ganzen Gefühle des Vaters spürt. Am besten schaut der Sohn von außen auf die Kriegsverursacher und seinen Vater und sieht / spürt, wie die Verletzungen aufgelöst werden.

Kann die Verletzung beim Vater als Kind aufgelöst werden, so wird im nächsten Schritt die Verletzungen zwischen dem Vater und der Mutter (Ehepaar) aufgelöst, da normalerweise die ungelösten Verletzungen sich negativ auf das Paar ausgewirkt haben. Die Frau wird auch darunter gelitten haben, dass das Unternehmen wichtiger als die Familie ist.

Der Vater, dem es wieder gut geht und die neue Überzeugung hat, sieht nun das Leid bei seiner Frau, was durch ihn entstanden ist und übernimmt anteilig die Wut von ihr. Von dieser Wut übernehmen die Kriegsverursacher ihren Anteil. So lassen sich die Systemgesetzverletzungen zwischen dem Paar von dort bis zur Gegenwart auflösen.

Geht es dem Elternpaar nun gut und sie haben genügend Power, so folgt nun der Schritt, dass sie als Paar die Verletzungen beim Sohn auflösen.

Der Vater und die Mutter sehen das Leid beim Sohn und übernehmen als Paar anteilig Wut vom Sohn, wovon die Kriegsverursacher wieder ihren Anteil übernehmen.

Dann hätte der Vater das gemeinsame Wohlergehen vorgelebt und es wäre nicht zur ersten Verletzung zwischen Vater und Sohn gekommen. Dadurch lässt sich die erste und alle folgenden Systemgesetzverletzungen auflösen.

Der Kriegsurenkel löst das Leiden der Kriegseltern und des Kriegskindes innerlich auf und dadurch auch bei sich selbst

Sind die Eltern vom Senior / Vater durch den ersten oder zweiten Weltkrieg selbst verletzt und der Sohn bekommt von seinen Eltern nicht genügend Power, so ist er nicht stark genug und die Verletzungen als Kriegskind lassen sich nicht auflösen.

Hier beginnt man mit den Kriegseltern und löst dort mit den Kriegverursachern deren Verletzungen auf. Dann lösen die Kriegseltern die Verletzungen zum Sohn auf. Ist er nun stark genug, ist das Vorgehen wie vorher beschrieben. Die Kriegsverursacher lösen seine Verletzung auf, er dann bei seiner Frau und danach beim Sohn.

Mit diesem Vorgehen lassen sich auch Systemgesetzverletzungen auflösen, die nicht durch den Krieg entstanden sind. Typische erste Verletzungsursachen bei den Vorfahren sind:

  • Zwangsheirat
  • Ungewollt ein Kind gezeugt (nicht aufgeklärt)
  • Das Kind ist eine Tochter und sollte ein Sohn sein
  • Zu viele Kinder
  • ...

Hinweis für Paare

Paare, sei es Ehepaare oder Geschäftspaare finden sich, weil sich plus und minus anzieht. Normalerweise hat die eine Person mehr Herz und zu wenig Schwertseite und die andere Person kann dafür Schwert geben und braucht dafür die Herzseite vom anderen. 

 

Beide fühlen sich am Anfang gut damit. Im Laufe der Zeit, spätestens wenn ein Kind beim Ehepaar oder ein Mitarbeiter beim Geschäftspaar dazu kommt, treten Konflikte auf, denn das Herz wird dann an eine weitere Person verteilt, was eine Systemgesetzverletzung für die Person mit dem Mangel an Herz darstellt.

Wenn sich jetzt einer der Personen auf den Weg macht, das Leiden seiner Vorfahren aufzulösen und dadurch selbst volle Power bekommt, dann passen die Partner nicht mehr optimal zusammen. Bekommt die Person, die vorher ihre Herzseite abgedeckelt hatte, nun mehr Zugang zu seinen Gefühlen, so braucht sie das Herz vom anderen nicht mehr als Ausgleich für ihren vorherigen Mangel. Ihr Schwert will sie dann auch nicht mehr wirklich geben, sondern erwartet als Ausgleich, dass die andere Person dafür sorgt, dass sie selbst den Mangel an Schwert auflöst und genügend Power bekommt.

Deshalb ist es wichtig, dass sich die andere Person mitentwickelt.

Entwickeln sich beide weiter, dann gibt es das optimale Paar, denn beide haben genügend Power (Herz und Schwert) und brauchen es nicht mehr zu nehmen und zu geben. Nun ist das Paar frei und kann ihre gemeinsame Power weitergeben.

Unsere Haltung im Vorgehen mit SystemEmpowering

Wir gehen davon aus, dass jede Veränderung nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile mit sich bringt.

Diese gilt es zu beachten, damit die Veränderung nicht später bereut wird, wofür wir einen sogenannten SystemCheck mit vier entscheidenden Fragen anwenden. Gleichzeitig werden dadurch auch die Systemgesetze beachtet.

Beispiel: Nichtraucher werden

Welche negative Auswirkung könnte es haben?

Keine Pause mehr machen; Zugehörigkeit verlieren, da man sich nicht mehr zu den Rauchern stellt; man wird dick; keine Belohnung mehr; kein „vernebeln“ zum Stressabbau mehr …

Was tun, lernen, verändern, damit sie nicht eintreten?

Mögliche Lösungsansätze: Lernen, auch ohne Zigarette Pause zu machen, mit den Kollegen / Chef sprechen. Sich als Nichtraucher zu den Rauchern stellen können. Die Überzeugung, man wird dick, bearbeiten. Kein Naschen als Ausgleich. Sich anders belohnen. Stressabbau durch Vermeidung von Stress usw.

20 Jahre Erfahrung und Entwicklung - Erleben Sie die Wirkung

Wir waren und sind auf der Suche nach wirkungsvollen Methoden, die die Ursachen für Probleme und Signale nicht nur aufdecken, sondern auflösen. Natürlich auch, um sie auf uns selber anzuwenden.

Außerdem haben wir den Grundsatz, dass einmal erlebtes Leid nicht noch einmal bei der Bearbeitung erlebt werden muss. Unser Vorgehen besteht darin, zeitlich dort zu beginnen, wo es noch vor der Ursache gut war, wo noch alle Ressourcen zur Verfügung stehen. Das gilt auch für die Konfliktlösung / Mediation.

Viele verschiedene Methoden und unsere über zwanzigjährige Erfahrung fließen in das System Empowering ein.

SystemEmpowering ist eine Kombination und Fortentwicklung aus Coaching, Mediation, NLP (Neurolinguistisches Programmieren), GFK (Gewaltfreie Kommunikation), Systemische Aufstellungsarbeit, Business-Coaching und integrale Unternehmensentwicklung in nur einer Vorgehensweise, um Konflikte zu lösen und Systeme zu empowern

Die Entwicklung des Namens SystemEmpowering

Ca. 2012 wollte ich der Ahnenarbeit und der erweiterten Methode der Neuprägung einen Namen geben. Im Austausch mit Annika Dulige, Ellen Johannsen u. a. wurde aus der Ahnenarbeit die Genea-Methode (Genealogie) und aus der erweiterten Neuprägung die Methode Empowering.
2017 hatte Randolph Moreno Sommer die Idee, unserer gesamten Arbeit als Coach Mediator, Unternehmensnachfolge Coach usw. einen Namen zugeben. Seine erste Idee war in Anlehnung an Russel Brunson System Hacker. Mein Vorschlag war, aus Hacker Empowerer zu machen. Randolph Moreno Sommer, Annika Dulige und Jan Schulz unterstützten es. Seit dem gibt es den System Empowerer und das System Empowering sowie Systeme empowern.

SystemEmpowering Materialien als pdf´s

SystemEmpowering Materialien auf Englisch als pdf´s

Methoden des System Empowerings

Das System Empowering besteht aus den verschiedensten Methoden und im folgenden Slider können Sie einige dieser erkunden.

Systemik

Einführung in die Systemik - Reduktionismus versus Systemik Im folgenden Beitrag geht es um die Frage, was ein System ist und wie die Chaos- und Selbstorganisationstheorie (Systemik) im Gegensatz zum Reduktionismus genutzt werden können, um systemisch zu denken oder...

SEP #4: 🚀 System Empowering

In dieser Folge beschäftigen sich Dr. Dieter Bischop, Gründer und Leiter des Hanseatischen Instituts, und Randolph Moreno Sommer, System Empowering Coach und Ausbilder, mit dem System Empowering. Was steckt hinter dieser Methode, wie wurde sie entwickelt, wie sie...

Empowering der Ebenen der Veränderung

Das Empowering der Ebenen der Veränderung wird nach der Genea-Methode angewendet. Sind durch die Ahnenarbeit mit Hilfe der Genea-Methode alle Vorfahrenpaare ausgeglichen kraftvoll ++ und der Klient ebenfalls (d.h. alle größeren Systemgesetzverletzungen bei den...

System Empowering im Vergleich zur Transformationstherapie

Nachhaltigkeit durch System Empowering – Gefühlsarbeit mit dem Basisgefühl und dem Denkgefühl Um nachhaltig Veränderungen und Ziele zu erreichen, ist es entscheidend, die Ursachen zu finden und diese aufzulösen. Sind die Ursachen bei den Vorfahren und deren...

Prozesskompetenz

Prozesskompetenz - im Prozess oder inhaltlich befangen sein Im Prozess sein heißt: im Hier und Jetzt – im Augenblick zu sein, ohne Gedanken an die Zukunft, Vergangenheit, eigene Probleme, Ziele usw. Thies Stahl stellte einmal die Frage, wann der Coach im Inhalt und...

Erfolgreich Wünschen

Erfolgreich Wünschen heißt, dass die Wünsche richtig formuliert werden, denn wenn Sie falsch wünschen, gehen die falschen Wünsche in Erfüllung. Denn: Passen Sie auf, was Sie sich wünschen, es könnte in Erfüllung gehen! Die Quelle dieser Weisheit ist nicht bekannt und...

System Empowering Methoden

Die System Empowering Methoden sind die Tools zur Auflösung von Systemgesetzverletzungen, für das richtige Feedback geben, zur Stärkung von Systemen, zur Erlangung von Urvertrauen und für die erfolgreiche Unternehmensnachfolge. Systemgesetzverletzungen entstehen in...

Phasenmodell der Veränderung

Das Phasenmodell der Veränderung ist ein Modell zum Verständnis von Veränderungsabläufen. Veränderungen, sei es innerhalb einer Person, einer Familie, einer Gruppe oder einer Organisation, folgen mehr oder weniger einem Verlauf, welche 1947 als Grundidee vom...

Empowering – Neuprägung

Voraussetzungen für Empowering Die Empowering - Methode wird verwendet, um prägende Erlebnisse aus der Vergangenheit neu zu erleben und neue Handlungsweisen, Gefühle und Überzeugungen zu erhalten. Die hier vorgestellte Methode des Empowering baut auf die Technik des...

SEP #63: Interview mit SystemEmpowerer – CoachMediator Eileen Lachmann

Eileen Lachmann, Juristin und seit kurzem System Empowerer - CoachMediator, berichtet von ihrem Weg, der sie über...

22 Gründe für System Empowering Coaching

Über 20 Jahre Erfahrung im Coaching, Ausbildung, Mediation, Teamentwicklung, Unternehmensnachfolge, Seminare. Weiterentwicklung und Integration von vielen verschiedenen Methoden zum System Empowering. Weiterentwicklung der Systemgesetze wie Zugehörigkeit, Anerkennung...

Heldenreise

Heldenreise mit und ohne Systemgesetzverletzungen Filme, Geschichten, Märchen und Mythen, die uns fesseln und berühren, bestehen typischerweise aus verschiedenen Phasen, die immer die gleichen sind. Joseph Campbell schaute sich verschiedene Kulturen und Mythen an und...

SEP #59: Die Heldenreise des System Empowerers

Joseph Campbell schaute sich verschiedene Kulturen und Mythen an und fand viele Gemeinsamkeiten, die er als die...

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