Typischerweises wird von einem von einem Wertekonflikt gesprochen, wenn zwei Werte im Gegensatz zueinanderstehen und nicht gleichzeitig realisierbar sind. Wie sich Wertekonflikte zeigen, sich auflösen und sogar verhindern lassen, besprechen Dieter und Felix in dieser Podcastfolge. Zunächst stell sich die Frage, was ist überhaupt ein Wert? 

Was ist ein Wert?

Ein Wert ist alles was mir wichtig ist. Dahinter stecken Moralvorstellungen, Prägungen – letztlich alles was ein Mensch mal gelernt hat. Bedürfnisse zählen wir auch als Wert, da es einem Menschen wichtig ist, dass die eigenen Bedürfnisse erfüllt werden. Häufig werden Konflikte zwischen Personen darauf zurückgeführt, dass verschiedene Werte sich gegenüberstehen. 

Wertekonflikt nach klassischem Verständnis

Viele gehen davon aus, dass wenn sich zwei Werte sich gegenüber stehen und kein Kompromiss gefunden werden kann, muss zwischen diesen Werten entschieden werden. Nach dieser Betrachtungsweise entsteht der Konflikt aufgrund gegensätzlicher Werte entweder innerhalb einer Person oder zwischen verschiedenen Personen. Hier ein Paar Beispiele:

Zwei Geschäftspartner haben unterschiedliche Ideen, wie sie auf die aktuelle geschäftliche Lage reagieren: 

Der eine sagt: wir müssen investieren. 

Der andere sagt: Nein, im Moment haben wir eine angespannte Geschäftslage, wir sollten lieber sparen.   

Hier stehen sich die Werte investieren und sparen gegenüber. 

Der eine sagt, Sauberkeit ist mir wichtig, dem anderen ist Sauberkeit nicht so wichtig. Er möchte lieber seine Freizeit genießen.

Um diese Konflikte zu klären, sollte man überprüfen, ob es bereits vor diesem Konflikt bereits Verletzungen auf Systemgesetzebene gab. Denn unsere Erfahrung im Coaching und der Mediation ist: Die meisten Wertekonflikte zeigen sich, wenn es bereits Systemgesetzverletzungen gibt. 

Ein typischer Konflikt bei Unternehmern ist: Arbeit ist wichtiger als die Familie. Die Ursache hierfür sind nicht Konflikte auf der Werteebene, hier zeigt sich nur die Folge von Systemgesetzverletzungen.

Ursache könnten Verletzungen zwischen Mann und Frau sein, bei denen sich einer der Partner ausgeschlossen, geringegschätzt oder nicht respektiert gefühlt hat. Dann geht der Mann lieber arbeiten statt zu Hause die negative Stimmung zu erleben.

Ist das Unternehmen wichtiger als die Familie, kann auch eine Angst dahinter stecken, die der Partner schon mit in die Beziehung gebracht hat. Die Ursache beim Unternehmer dafür : Als Kind war er gefühlt seinen Eltern nicht gewollt.  Daraus entstand beim ihm der Druck erfolgreich sein müssen, um die Anerkennung der Eltern zu bekommen und dazugehören zu dürfen. Um den Wertekonflikt zu lösen, müssen zunächst die bereits vorher entstandenen Systemgesetzverletzungen aufgelöst werden.

Die Lösung des Wertekonflikts

Zuerst werden die emotionalen Verletzungen des Unternehmers aus seiner Kindheit bei ihm innerlich aufgelöst, sodass er sich nun gewollt und zugehörig fühlt. Es entsteht die neue Überzeugung – Unternehmen und Familie soll es gut gehen. Dann werden die Verletzungen zwischen dem Unternehmer, seiner Frau und den Kindern aufgelöst. 

Hierfür nutzen wir eine Kombination aus Coaching und Mediation, die wir SystemEmpowering nennen. Damit lassen sich auch Wertekonflikte vermeiden. 

Wie kann man einen Wertekonflikt vermeiden

Wertekonflikte lassen sich vermeiden, in dem man einerseits die Systemgesetze beachtet und bereits entstandene Systemgesetzverletzungen mit dem PowerCode auflöst werden.